Über mich

Das Projekt Iron(wo)man ist am 1. Mai 2018 gestartet und Mitte August 2019 – nach 67 (+1) Beiträgen mit durchschnittlich 3.375 Wörtern – ist mir aufgefallen, dass man hier zwar jede Menge über meine Triathlonpläne nachlesen kann, sich aber vielleicht zwischendurch einmal fragen könnte, wer diesen Roman in Blogform verfasst. Wer lieber lauschen möchte als lesen, dem sei die Triathlon Podcast-Folge ans Herz gelegt, in der ich bei Marco Sommer zu Gast sein durfte.

Mein Rufname ist eigentlich nur Simone, das Ines hintendran ist mein zweiter Vorname, den ich seit einigen Jahren über die URL www.simone-ines.de mit ins Spiel bringe. Geboren und aufgewachsen bin ich in der definitiv schönsten Kleinstadt Deutschlands, nämlich im oberbayerischen Burghausen an der Salzach, direkt an der Grenze zu Österreich. Die längste Burg der Welt, internationaler Jazz und der SV Wacker Burghausen dürften einigen Leuten ein Begriff sein.

Kurz nach dem Seepferdchen war ich als Knirps eine kurze Zeit lang im Schwimmverein, aufgrund von Neurodermitis musste ich damit allerdings leider aufhören. Womit ich allerdings nicht aufgehört habe, ist das Wachsen. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Gesichtsausdruck meiner Mutter, als der Orthopäde ihr damals anhand des Röntgenbildes meiner Wachstumsfugen prognostiziert hatte, dass ich 1,85 Meter groß werden würde. Am Ende waren es dann 185,5 Zentimeter, weil ich natürlich nochmal einen drauflegen musste.

Obwohl man in der Jugend mit dieser Größe eigentlich für Ballsportarten wie Basketball prädestiniert wäre, war meine Kindheit und Jugend durch völlige Talentbefreitheit im Sport gekennzeichnet. Ich habe viele Sportarten angefangen – darunter GoKart, Badminton, Handball und Karate –, eine Weile auf Leistungsniveau unteres Mittelfeld betrieben, und dann irgendwann aufgehört, weil ich nicht besser wurde. Meine Interessen lagen eher in den Bereichen Kunst, Musik und Internet, einschließlich Online Games und allem, was das Nerdtum so hergibt.

Ein bisschen Sport hier und da

Während des Erststudiums war ich sporadisch im Fitnessstudio, der erste Job nach dem Bachelor verdrängte dann den Sport komplett aus meinem Leben, der erst dann seine Rückkehr feiern sollte, als ich für meinen ersten Master zwei Jahre nach Paris gezogen bin. Über Fechten und Kraftausdauer-Zirkeltraining kam die Lust an der Bewegung und nach der Rückkehr von Paris nach Deutschland des Jobs wegen entwickelte ich mich zum Dauergast in meinem Fitnessstudio. Neben einer stetigen Gewichtsabnahme bis an die Untergewichts-Grenze folgten Exkurse in Trendsportarten wie Bodybuilding, Parkour, CrossFit, Muay Thai – mit mäßigem Erfolg – und zum Wandern, sowie ein zweiter Masterabschluss und der Beginn meiner Promotion. 2016 nahm ich dann einige Monate Kraulschwimmunterricht, damals noch ohne irgendwelche Ambitionen in Richtung Triathlon, sondern weil ich es einfach lernen wollte.

2017 packte mich dann das Ausdauersportvirus: Ich heizte mit einem Hardtail-MTB die Isar rauf und runter, begann, längere Strecken bis 30 Kilometer zu laufen, und schrieb ein locker-witzig ausgelegtes Buch über die Übertragbarkeit der Philosophie des Sports auf das Berufsleben und vice versa. Prompt zeigte mein Körper mir dann im September 2017 die Grenze auf mit einer Stressfraktur im Schambein, gefolgt von einem Rippenbruch im März 2018 – beide Male aufgrund von Überbelastung.

Bereits bei der Stressfraktur 2017 war mir klar, dass ich irgendetwas ändern musste, um nicht wieder in so eine Situation abzurutschen. In meinem weiteren Bekanntenkreis befanden sich damals zwei Ironman-Triathleten: Beide sehr ehrgeizig, beide sehr ernsthaft bei der Sache und etwas ältere, drahtige Figuren, so wie man sich einen Ironman-Triathleten eben vorstellt. Und nachdem ich ohnehin immer einen draufsetzen will (siehe Körpergröße…), dachte ich mir, dass ich das mit dem Triathlon – nein, das mit dem Ironman – doch eigentlich auch einmal versuchen könnte. Gesundheitssport zur Verletzungsvorbeugung sieht zwar anders aus, aber immerhin würde sich meine unzügelbare Sportsucht auf drei Sportarten verteilen. Außerdem hatte ich Lust, mich in dieses Thema so richtig hineinzufuchsen. Mein Hardtail-Mountainbike stand derweilen vergessen im Keller (ein Downhill-Wochenende 2017 hatte mir gezeigt, dass Bikepark und Singletrails nicht so ganz mein Fall sind), weil ich mir inzwischen ein Stevens Vapor besorgt hatte – einen Cyclecrosser, mit dem ich meine ersten Triathlon-Gehversuche starten wollte und immer noch die Isar rauf und runter sauste.

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Saisoneinstieg 2018

Nachdem die gebrochene Rippe im März 2018 mir einen frühen Saisoneinstieg beim triathlon.de CUP München oder beim Stadttriathlon Erding versaut hatte, konzentrierte ich mich ab April zunächst aufs Radfahren und entdeckte die wohl genialste Facebook-Gruppe überhaupt: RRMUC, oder Rennradln München. Allerdings stellte ich nach den ersten paar Gruppenausfahrten fest, dass ein Cyclecrosser mit Rennrädern nicht mithalten kann – und dass meine Grundlagenausdauer zwar für die Touren ausreichte, aber meine Tempohärte bei Null lag.

So kam es, wie es kommen musste: Ende April 2018 war ich stolze Besitzerin meines ersten Rennrads, wieder ein Modell von Stevens, nämlich das Arcalis Disc. Danach gab es kein Halten mehr: Je wärmer es wurde, desto mehr Zeit verbrachte ich ab dem 1. Mai im Sattel, im Pool meines Fitnessstudios oder in den Laufschuhen, als meine Rippe wieder heil war und ich meinen Saisoneinstieg auf der Olympischen Distanz beim Triathlon Karlsfeld im Blick hatte. Einen Neoprenanzug hatte ich mir im Februar bereits online bestellt – ein günstiges Testmodell von Tri11, das glücklicherweise auch passte – und Dinge wie Einteiler, Startnummernband etc. besorgte ich mir peu à peu.

Tag 1 von Projekt Iron(wo)man

Gleichzeitig startete ich am 1. Mai 2018 mit Tag 1 mein „Projekt Iron(wo)man“ mit dem festen Ziel, in nicht allzu ferner Zukunft einen Ironman zu finishen. Gebloggt hatte ich früher schon auf unterschiedlichen Plattformen und eigenen Websites, aber nie so konsequent wie seit dem 1. Mai 2018, denn jeden Sonntag erscheint ein neuer Post, auch wenn es 23:59 Uhr wird und ich eigentlich schon seit 2 Stunden auf energetischer Sparflamme laufe. Von meinem ersten (standesgemäß desaströsen) Rennen an hatte mich die Sache mit dem Triathlon dann so sehr gepackt, dass ich mir im September 2018 auch gleich noch eine Zeitmaschine gekauft habe: ein wenig gebrauchtes und vorbildlich gepflegtes FELT B12, Jahrgang 2018. Spätestens jetzt dürfte klar werden, dass ich ein Mensch der Extreme bin und mich in eine Sache wirklich hineinfuchse, wenn sie mich einmal gepackt hat.

Das Jahr 2018 hatte dann wahnsinnig viele hohe Höhen und tiefe Tiefen, einschließlich einer weiteren Verletzung an der Wade im Herbst 2018 und eines Absturzes in extremes Overreaching Ende 2018 – kein Wunder bei den Trainingsumfängen gepaart mit Job und Promotion, das war insgesamt einfach zu viel Stress für den Körper. Mein Training war sehr grundlagenlastig, völlig unstrukturiert und einfach viel zu viel, deshalb suchte ich mir im Herbst 2018 dann den großartigen Coach Tony Persson, um das Chaos in den Griff zu bekommen. Nach einer sehr zähen ersten Jahreshälfte 2019 mit Leistungsrückgang und -stagnation sowie desaströsen Schlafstörungen zeigten sich dann endlich die ersten Verbesserungen meines Zustandes und ich genoss die Rennen – zumindest die meisten.

Seit Juli läuft auch endlich der Countdown zur ersten Langdistanz: Ich bin für den Ironman Frankfurt am 28.06.2020 angemeldet und fiebere dem Tag entgegen, an dem ich endlich in der Gummihaut am Langener Waldsee stehen und einen langen, harten Tag auf 226 Kilometern verbringen darf. Ich bin nach wie vor der Dieselmotor, der unendlich lange kann, aber dafür nicht so richtig schnell – und deshalb davon überzeugt, dass die Langdistanz genau mein Ding ist, also steht für 2021 jetzt schon der Challenge Roth auf dem Programm. Bis dahin wird noch jede Menge passieren und vor allem solche Dinge, die nicht geplant waren, aber das ist das Schöne am Leben, und jede neue Herausforderung oder Hürde ist Bestandteil des großen Gesamtpuzzles.

Ich gehöre keinem Verein an und trainiere meistens alleine, bin aber bei Frank Horras in der Tri Familia und im Team Erdinger Alkoholfrei, sowie bei Rennradln München (RRMUC) und in gefühlt tausend Facebook-Gruppen zum Thema Triathlon.

Auf Facebook gibt es Projekt Iron(wo)man ebenfalls als Page und zweimal täglich poste ich dort einen kleinen Lacher aus der Welt der Triathlon- und Rennrad-Memes.

Im August 2019 habe ich außerdem ein neues Website-Projekt gestartet: Triathlon Rennberichte. Dort sammle ich (als bekennende Rennbericht-Verschlingerin) Rennberichte von allen möglichen Leuten zu allen möglichen Triathlons von allen möglichen Orten der Welt und aus allen möglichen Jahren. Mitmachen ausdrücklich erwünscht!

Was ich (ganz besonders) mag

Als nerdiger Geek oder geekiger Nerd befasse ich mich täglich mit Training, Equipment und Lifestyle rund um das Thema Triathlon. Zu meinen aktuellen Favoriten zählen:

  • Laufeinheit: Langer Lauf
  • Laufräder: Swiss Side und DT Swiss, besser geht es einfach nicht
  • Koppeleinheit: Regattakoppeln; mit dem Rad als Warm-up zur Regattastrecke (20km), dann 35 Kilometer Rad nach Norden raus, 5 Kilometer Lauf (einmal um die Regatta), 35 Kilometer Rad, 5 Kilometer Lauf (nochmal um die Regatta, aber andersherum) und dann als Cool-down mit dem Rad wieder zurück nach Hause
  • Radeinheit: Alles über 4 Stunden oder Sweet-Spot-SSIs am Berg, idealerweise kombiniert
  • Schwimmeinheit: 3km+ Drills und dann Kraulen, bis die Arme abfallen
  • Socken: Fingerscrossed (für lange Läufe zu dünn, aber ansonsten top hinsichtlich der Qualität und Verarbeitung und definitiv alltagstauglich, HELL YEAH)

Renntermine & Rennberichte

Hier noch ein Überblick meiner bisherigen und geplanten Renntermine – bis auf einen 3. Platz bei einer OD konnte ich noch keine bahnbrechenden Erfolge verzeichnen, aber darum geht es mir auch nicht, denn in erster Linie zählt, dass ich mich verbessere und dabei gesund bleibe:

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