Triathlon-Grundwissen

In der Sektion Triathlon-Grundwissen finden sich einige grundlegende Informationen zum Thema Triathlon.

Triathlon-Distanzen

Neben der bekanntesten Distanz – die Ironman-Langdistanz der WTC – gibt es weitere Triathlon-Formate mit unterschiedlichen Distanzen, auf denen sich Amateure und Profis messen können.

ITU Triathlon-Distanzen

Die Website der DTU listet die anerkannten ITU-Formate (ohne Schüler und Jugend):

Distanzen/TeilnehmerSchwimmenRadfahrenLaufen
Schüler50 Meter1000 Meter200 Meter
100 Meter2,5 Kilometer400 Meter
Supersprintdistanz (Schnupperdistanz)200 Meter5 Kilometer1000 Meter
400 Meter10 Kilometer2,5 Kilometer
Sprintdistanz (Volksdistanz)500 Meter20 Kilometer5 Kilometer
750 Meter20 Kilometer5 Kilometer
Kurzdistanz (Olympische Distanz)1500 Meter40 Kilometer10 Kilometer
Mitteldistanz1,9 Kilometer90 Kilometer21,1 Kilometer
(Halbmarathon)
Langdistanz3,8 Kilometer180 Kilometer42,195 Kilometer
(Marathon)

Die Kurzdistanz heißt erst seit 2000 Olympische Distanz, da der Triathlon über die Kurzdistanz in diesem Jahr zu einer olympischen Disziplin bei den Olympischen Spielen wurde.

Varianten der Triathlon-Distanzen

Generell sind bei den einzelnen Formaten die folgenden Unterschiede bei den Distanzen üblich (ohne Schüler und Jugend); ebenso existieren Relays (Staffeln):

Distanzen/TeilnehmerSchwimmenRadfahrenLaufen
Supersprintdistanz (Schnupperdistanz)200-500 Meter5-13 Kilometer1,7-3,5 Kilometer
Sprintdistanz (Volksdistanz)bis 750 Meterbis 20 Kilometerbis 5 Kilometer
Kurzdistanz (Olympische Distanz)1500 Meter40 Kilometer10 Kilometer
Mitteldistanz1,9-3,0 Kilometer80-90 Kilometer20-21,1 Kilometer
Langdistanz1,0-4,0 Kilometer100-200 Kilometer10-42,195 Kilometer

Die genaue Distanz einer Triathlon-Veranstaltung hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Ein weiteres Format ist die ITU-Langdistanz, die früher auch Nizza-Distanz genannt wurde (der Wettbewerb wurde 1982 bis 1993 als „inoffizielle“ Weltmeisterschaft in Nizza ausgetragen) und auch unter dem Namen dreifache Olympische Distanz bekannt war: 4,0 Kilometer Schwimmen, 120 Kilometer Radfahren, 30 Kilometer Laufen.

Zusätzliche Faktoren neben der Triathlon-Distanz

Neben der Distanz entscheiden auch andere Faktoren darüber, wie schnell die Strecke bewältigt werden kann: Indoor oder Outdoor, Straße oder Trail (Cross-Triathlon), ruhiges oder aufgewühltes Wasser, Neopren ja oder nein, bergige Strecken für Rad und Lauf ja oder nein, Temperatur / Wetter / Luftfeuchtigkeit, Windschattenfreigabe ja oder nein…

Triathlon-Formate

Neben der bekannten Kombination aus Schwimmen – Radfahren – Laufen (Swim – Bike – Run) etablieren sich gerade noch andere Formate, die zusätzliches Interesse am Triathlon als Wettkampfsport erzeugen sollen – sowohl für die Teilnehmenden als auch für Zuschauende.

Super League Triathlon

Das bekannteste Beispiel ist die Serie Super League Triathlon mit den folgenden Rennformaten:

Triple Mix („Versatility“ – Flexibilität)

Mit drei Stufen; Athleten, die mehr als 90 Sekunden zurückfallen, werden aus dem Rennen genommen:

  1. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen (10 Minuten Pause)
  2. 2 Kilometer Laufen – 5 Kilometer Radfahren – 300 Meter Schwimmen (10 Minuten Pause)
  3. 5 Kilometer Radfahren – 300 Meter Schwimmen – 2 Kilometer Laufen

Eliminator („Tenacity“ – Durchhaltevermögen)

Mit drei Stufen, wobei in Stufe 2 nur noch die Top 15 aus Stufe 1 starten und in Stufe 3 nur noch die Top 10 aus Stufe 2:

  1. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen (10 Minuten Pause)
  2. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen (10 Minuten Pause)
  3. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen

Equalizer („Persistency“ – Hartnäckigkeit)

Mit zwei Stufen –zuerst ein Time Trial und dann ein Enduro-Race:

  1. Schwimmen – Radfahren – Laufen als individuelles Time Trial
  2. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen – 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen

Sprint Enduro („Tactical Racing“ – Taktisches Rennen)

Mit zwei Stufen – zuerst werden die Athleten per Los in zwei Gruppen unterteilt und absolvieren einen Sprint-Triathlon. Die schnellsten 12 messen sich danach nochmals in einem Enduro-Race. Athleten mit mehr als 90 Sekunden Rückstand werden eliminiert:

  1. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen in zwei Gruppen
  2. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen – 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 2 Kilometer Laufen

Enduro („Endurance“ – Ausdauer)

Bestehend aus einer Stufe; die zwei langsamsten Athleten nach jeder Disziplin werden sofort eliminiert:

  1. 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 1,6 Kilometer Laufen – 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 1,6 Kilometer Laufen – 300 Meter Schwimmen – 5 Kilometer Radfahren – 1,6 Kilometer Laufen

Triple Crown

Das Format „Nasser Bin Hamad al Khalifa Triple Crown“ bietet Triathletinnen und Triathleten die Chance, einmalig 1 Million US-Dollar zu gewinnen, wenn sie bei den folgenden drei Rennen siegen: Ironman 70.3 Dubai (ehemals Challenge Dubai), Ironman 70.3 World Championship und Ironman 70.3 Bahrain. Die mehrfache Weltmeisterin auf der Mittel- und Langdistanz Daniela Ryf ist bislang die einzige Athletin, die den Dreifachsieg 2015 einholen konnte (weitere Artikel dazu hier). Allerdings ist die Triple Crown nicht unkritisch zu sehen, da der Ausrichter in politische Gräueltaten verstrickt ist (mehr dazu hier im Podcast).

Collins Cup

Der Collins Cup wurde von Judy und John Collins inspiriert und nach ihnen benannt. Sie waren vor 40 Jahren maßgeblich an der Etablierung des Triathlonsports beteiligt, indem sie an der idyllischen Küste von Hawaii, wo sie stationiert waren, als John Commander in der US Navy war, eine Langdistanzveranstaltung ins Leben riefen. Inspiriert von ihren jüngsten Erfahrungen mit Kurzdistanz-Triathlons in Kalifornien konzipierten sie eine Langdistanz rund um die Insel Hawaii, indem sie den bestehenden Schwimm- und Laufwettbewerben eine lange Radstrecke hinzufügten. Der Sieger sollte als bester Allround-Athlet gelten. Seit diesem schicksalhaften Tag haben sich Triathleten, Männer wie Frauen, als einige der fittesten Athleten der Welt etabliert. Seit den Anfängen des Wettkampfs haben Männer und Frauen am selben Tag die gleiche Distanz auf der gleichen Strecke um das gleiche Preisgeld bestritten. Dies war schon immer ein wichtiges Prinzip der Collins und der Eckpfeiler der Philosophie der Professional Triathletes Organisation.

Triathlon-Lifehacks

Ob Langzeitwiederholungstäter oder Vollbluteinsteiger: Jede*r Triathlet*in hat eine ganze Kiste voller Triathlon-Life Hacks, die das Leben im Alltag, im Training und im Wettkampf leichter machen. Auf dieser Seite findest Du die Triathlon-Life Hacks praktisch sortiert von A-Z. Du hast einen eigenen Triathlon-Life Hack beizusteuern? Dann fülle hier das Kontaktformular aus und Dein Tipp landet hier auf der Seite.

B wie Babypuder: Der Neo rutscht am besten auf trockener Haut. Pudere Dich mit Babypuder ab, kurz bevor Du den Neo anziehst, um Zeit und Nerven beim Anziehen zu sparen.

L wie Labello: Stecke Dir beim Laufen einen Labello ein: Mit dem Fettstift kannst Du unterwegs bei beginnenden Scheuerstellen Schlimmeres verhindern, z.B. im Nacken, unter den Achseln, am inneren Oberarm.

S wie Swimskin (oder Speedsuit): Bei Neoverbot ist ein Swimskin für alle Schwimmer:innen die Rettung, deren Wasserlage nicht perfekt ist. Sie bestehen nicht aus Neopren und sitzen eng wie eine zweite Haut. Das hydrophile Material sorgt für Auftrieb. Swimskins gibt es mit kurzen Ärmeln oder ärmellos, sie enden oberhalb des Knies, denn alles ab Ellbogen und Knie muss bei Neoverbot unbedeckt bleiben.

Perfekt vorbereitet am Start mit der Triathlon-Packliste

Eine ordentliche Triathlon-Packliste spart am Tag vor dem Race Day Zeit und Nerven. Denn wenn im Transition Bag irgendetwas fehlt, kannst selbst die beste Rennvorbereitung die fehlende Zutat für eine neue Bestzeit nicht herbeizaubern. Du hast einen Haken hinter Dein Training gesetzt? Der Race Plan steht? Ernährung und Equipment wurden vor dem Rennen getestet und für gut befunden? Dann fehlt Dir für einen stressfreien Start bei Deinem nächsten Triathlon nur noch eines: die Triathlon-Packliste. Ob Du bereits mehrere Tage vor dem Rennen mit dem Packen beginnst, oder erst am Abend vor dem Race Day die Zeit dafür findest ist egal, wenn Du vorab schon genau weißt, was Du brauchst und vor allem auch wann es griffbereit sein muss. Da nicht jeder Triathlon um die Ecke ist, gibt es hier eine Triathlon-Packliste für den Triathlon vor Ort und eine Triathlon-Packliste für den Triathlon, der eine Anreise mit Übernachtung erfordert. Als besonderen Bonus findet sich zuletzt noch eine Triathlon-Packliste für den Triple-Tri – also für drei Triathlons an einem Tag, mit Extra-Tipps, wie Du diese Herausforderung meistern kannst und worauf Du zwischen den Triathlons achten musst. Viel Spaß beim Packen!

In den Tagen vor Deinem Triathlon ist meistens Tapering angesagt, zumindest bei B- oder A-Rennen. Das heißt, Du hast auch genug Zeit, um in Ruhe Deine Tasche zu packen (und wahrscheinlich mindestens noch einmal umzupacken). Bei C-Rennen, die Du direkt aus dem Training heraus und als Trainingseinheit absolvierst, ist die Zeit etwas knapper bemessen. In beiden Fällen hilft Dir eine strukturierte Triathlon-Packliste dabei, dass Du stets die richtigen Dinge zur passenden Zeit zur Hand hast.

Triathlon-Packliste für die Eintagesveranstaltung

Eine Triathlon-Packliste für eine Veranstaltung, die nur einen Tag dauert, ist schnell angelegt. Stelle sicher, dass Du einen Triathlon-Rucksack, eine große Sporttasche oder einen Transition Bag hast, in den all Dein Equipment hineinpasst. Ein Transition Bag ist deshalb von Vorteil, weil Du in den einzelnen Seitentaschen bereits das Equipment für die verschiedenen Wechselzonen vorsortieren kannst. Denn je nach Veranstaltung befinden sich Wechselzone 1 und 2 (abgekürzt mit WZ – oder mit T für Transition Area) am gleichen oder an unterschiedlichen Plätzen. Deine Triathlon-Packliste für die Eintagesveranstaltung umfasst die folgenden Dinge:

Vor dem Wettkampf:

Schwimmen:

Radfahren:

Laufen:

Nach dem Wettkampf:

  • Duschsachen (falls Duschen vorhanden sind – Handtuch nicht vergessen)
  • Wechselkleidung
  • Verpflegung (falls die Zielverpflegung nur als Snack gedacht ist
  • Große und kleine Pflaster

Da man oft unmittelbar nach einem Wettkampf keinen großen Hunger verspürt, kann hier ein bereits vorbereiteter Regenerations-Shake helfen. Bei vielen kleineren Triathlons gibt es keine separate Aufbewahrungsmöglichkeit für Deinen Rucksack bzw. für die Dinge, die Du nach dem Wettkampf brauchst. Im schlimmsten Fall musst Du Deinen Rucksack in der Wechselzone (WZ 2) lagern. Informiere Dich aber vorab bei den Organisatoren, ob es nicht eine andere Möglichkeit zur Aufbewahrung gibt. Denn meist ist der Platz in der Wechselzone eher knapp bemessen.

Demnächst folgen hier die Triathlon-Packliste für eine Mehrtagesveranstaltung und TIpps für einen Triple-Tri

Triathlon-Race Plan: Alles, was Du über den perfekten Race Day wissen musst

Endlich ist er da: der langersehnte Race Day, der Lohn für all Deine Mühen! Damit an diesem Tag auch wirklich alles gelingt, solltest Du einen ausgefeilten Race Plan in der Hinterhand haben. Damit weißt Du immer gaz genau, wann Du wo sein musst, was gerade zu tun ist, ob Deine Kohlenhydratspeicher wirklich gefüllt sind und was Du wann brauchst. Natürlich bin ich nicht die Erste, die über den Race Day philosophiert – bei Pushing Limits gibt es dazu zum Beispiel auch einen spritzigen Plan. Dafür gibt es hier die Blaupause mit Platz für alle Zeit- und Ortsangaben für den Tag der Tage, den perfekten Race Day.

Informiere Dich vor dem Race Day über die örtlichen Gegebenheiten

Bei manchen Rennen ist der Schwimmstart an einem anderen Ort als der Schwimmausstieg, oder die Wechselzone 1 ist nicht da, wo die Wechselzone 2 ist. Manchmal musst Du die Startunterlagen an Ort X abholen, aber das Race Briefing findet an Ort Y statt. Lies Dir daher rechtzeitig mindestens eine Woche vor Deinem Race Day den Athletenguide durch und markiere vielleicht sogar auf Google Maps die Orte, an denen Du Dich für bestimmte Events begeben musst, damit Du nicht zwischendrin die Orientierung verlierst. Wenn Du mit dem TT vor Ort unterwegs bist, kannst Du die Strecken auch auf Deinen Radcomputer laden und so kurbelnd den Ort des Race Day-Geschehens erkunden. Beantworte für Dich vorab die folgenden Fragen:

  • Wann und wo hole ich die Startunterlagen ab?
  • Wann und wo findet das Race Briefing statt?
  • Wo ist der Schwimmstart, wo ist der Schwimmausstieg?
  • Wo ist die Wechselzone 1, wo ist die Wechselzone 2?
  • Was darf oder muss ich an meinem Platz in der Wechselzone 1/2 platzieren, was muss in Beutel?
  • Gibt es einen Afterrace-Beutel für die Kleidungsstücke und Utensilien, die ich am Race Day nach meinem Rennen brauche?
  • Wann und wo gebe ich den Afterrace-Beutel ab?
  • Wann und wo findet das Einschwimmen statt?
  • Wann und wo kann ich am Race Day vor dem Schwimmstart noch einmal eine Toilette aufsuchen?
  • Wo ist der Zielbogen und wie weit ist er von der Wechselzone entfernt, in der mein Bike wartet?
  • Ab wann darf ich mein Rad und meine Beutel auschecken?

Entspannt am Race Day mit dem perfekten Race Plan

Hier folgt demnächst ein Plan für den Tag.

Nach dem Rennen: Das Danach will am Race Day gut organisiert sein

Du hast es geschafft: Herzlichen Glückwunsch zum Finish! Doch bevor du jetzt glücklich und erschöpft alle Viere von dir streckst, solltest du alles für einen entspannten Abschied vom Renngeschehen planen. Je nach Deiner Zielzeit und je nach dem Zeitlimit der Veranstaltung, musst Du mehr oder weniger lange warten, um Dein Equipment auschecken zu dürfen. Verpflege Dich also gut, wärme Dich oder kühle Dich ab, damit Du nicht in der Wechselzone beim Warten auf den Checkout in der prallen Hitze zusammenklappst oder Dir schlotternd aufgrund des Open Windows noch eine Erkältung einfängst. Ganz wichtig: Behalte Dein Nummernband mit Deiner Startnummer bei Dir, ebenso den Zeitchip, wenn er Dir nicht direkt hinter der Ziellinie schon abgenommen wurde. Nur mit der Startnummer können die Bewacher der Wechselzone Dich als den Besitzer Deines Bikes identifizieren.

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