Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 43: Abspulen und Trainingstief rocken. Und Shopping!

Mein Trainingstief seit Lanzarote hält sich beharrlich und hartnäckig, die Ursachenfindung war im Winterschlaf und geht nächste Woche weiter. Umso mehr erfreue ich mich gerade daran, dass ich mein Trainingsprogramm mit Motivations-Boostern von den lieben Menschen in meinem Umfeld trotzdem (auf Sparflamme, also mit weniger Intensität) abspulen kann. Und ja, exzessives Einkaufen unbedingt notwendiger Accessoires für den Triathlonsport ist definitiv auch Teil des Genesungsprogramms #hedonismus.

Ein Trainingstief hat übrigens nichts mit dem Wetter zu tun, obwohl eine beschissene Kältewelle mal wieder für Temperaturen um den Nullpunkt am Wochenende gesorgt hat und es trotz Sonne (für mich zumindest) zu kalt war, um das Training nach draußen zu verlegen (#mimimi). Vielmehr ist ein Trainingstief so eine Phase, die man am liebsten gar nicht hätte, wenn man – wie ich – gerade auf eine Ironman-Langdistanz trainiert. Wie lang so eine Langdistanz ist, kann man neuerdings auf meiner Seite auch nachlesen (ein typischer Fall von Prokrastination: Content für die Website erstellen und triathlonmäßig herumnerden anstatt die Arbeit zügig NOCH ZÜGIGER ALS OHNEHIN SCHON zu erledigen). Die ganze Ironman-Geschichte in mittlerweile schon über 40 Kapiteln gibt es hier zum Nachlesen: Woche 42Woche 41Woche 40Woche 39Woche 38Woche 37Woche 36Woche 35Woche 34Woche 33Woche 32Woche 31Woche 30Woche 29Woche 28Woche 27Woche 26Woche 25Woche 24Woche 23Woche 22Woche 21Woche 20Woche 19Woche 18Woche 17Woche 16Woche 15Woche 14Woche 13Woche 12Woche 11Woche 10Woche 9Woche 8Woche 7,  Woche 6Woche 5Woche 4Woche 3Woche 2Woche 1 und Tag 1.

Werbung, aber noch ohne Zeitmaschine

Wie üblich folgt an dieser Stelle eine dezente Werbeeinblendung: Triathlon ist ein kostspieliges Hobby und die Wunschliste für neue Anschaffungen wird nicht kürzer. Daher freue ich mich über jede Form von materiellem oder ideellem Support. Ein Klick auf das obige Bild führt zu meiner PayPal.me-Seite mit der Möglichkeit, mich mit einer Einmalzahlung flugs zu sponsern. Wer Lust hat, kann meinen Lagerbestand auf eBay reduzieren (jetzt wieder mit extravielen Proteinriegeln, weil #cleaneating), mir mit Material von meiner Amazon-Wunschliste aushelfen, über meine Amazon-Affiliate-Links Produkte für sich selbst kaufen (zum Beispiel den drölfzigsten Cadence-Sensor, weil ich meinen alle paar Tage im Fitnessstudio vergesse oder beim Batteriewechsel ruiniere), mich als Freiberuflerin anheuern, meine Fragen auf Quora anklicken und beantworten, meinen Stevens-Crosser auf listnride ausleihen oder mit mir trainieren (in München oder sonstwo). Auf Wunsch namentliche Erwähnung (oder nicht). Besten Dank!

Trainingstief, Motivationsloch und… Meditation

Damit der Post nicht wieder in Jammern auf hohem Niveau ausartet (#firstworldproblems), will ich auch gar nicht weiter über mein Trainingstief sprechen, sondern darüber, was andere Triathletinnen und Triathleten im Triathlon-Podcast von Marco Sommer so über ihr Trainingstief oder Motivationsloch berichten (ich bin bei Folge 18 von… 169!). Marco stellt dem jeweiligen Interviewpartner nämlich auch immer die Frage, ob er denn manchmal auch einfach keinen Bock aufs Training habe, wie lange er nach einer Langdistanz regenerieren muss und ob er eine Saisonpause macht. Die Antworten sind so vielseitig wie spannend: Manche machen mal kurz Saisonende Pause, andere zwei Monate lang so gut wie gar nichts, weil Körper und Geist ausgebrannt sind. Es gibt ein berüchtigtes Post-Ironman-Motivationsloch, das sich bei vielen nach kurzer Zeit einstellt. Und die meisten haben auch ab und zu mal überhaupt keine Lust aufs Training, schnüren aber trotzdem die Schuhe und a) probieren einfach, was geht oder b) ziehen es durch, weil es der Job ist oder c) hören auf ihren Körper und machen gar nichts oder nur easy (so wie ich das ja auch versuche, aber wenn ich mich zu sehr darauf fokussiere, das Trainingstief zu akzeptieren und locker zu trainieren, ist es auch wieder anstrengend…).

Glücklicherweise hat meine Motivation (insbesondere die, mit allen Mitteln aus dem Trainingstief herauszukommen) nicht nachgelassen und ich gehe allein deshalb schon jeden Tag müde aber motiviert zum Training, weil damit wieder ein beschissener Wintertag schneller vorbeigeht und die Aussichten auf wärmere Temperaturen das Triathletinnenherz höherschlagen lassen. Außerdem habe ich seit ein paar Tagen eine neue Geheimwaffe: Meditation. Sachen wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga sind mir ich weiß nicht wie oft schon empfohlen worden, aber ich war einfach nie der Typ Stillsitzen und das bin ich auch immer noch nicht. Seitdem ich allerdings weiß, wie wichtig der Kopf beim Triathlon ist, bin ich bereit, auch in dieser Hinsicht neue Wege zu gehen. Denn sollte ich auf meiner ersten Langdistanz gegen eine Wand laufen (und eigentlich stellt sich nicht die Frage ob, sondern „wann“), dann geht es rein mit dem Kopf durch die Wand (herrlich, das liebe ich a sowieso) und um das zu schaffen, muss man wohl ganz bei sich sein (denn DNF is not an option… bzw. fast nie). Ich denke, dass das oft einfach unterschätzt / nicht beachtet / als esoterischer Kram abgetan wird. Aber gerade jetzt merke ich, wie negative Gedanken mich schwächer machen und wie positive Gedanken mich pushen. Wenn ich keine Power habe, visualisiere ich meine Wettbewerbe (da bin ich bei Hermann Aschwer, der im Triathlon-Podcast sagt, gekämpft wird woanders und deshalb Wettbewerb und nicht Wettkampf… auch wenn ich es spätestens nächste Woche bestimmt schon wieder vergessen haben und Wettkampf schreiben werde) und dann geht es irgendwie weiter. Wenn ich Scheißgedanken habe, knicke ich ein. Also meditiere ich jetzt mit der App Calm und / oder lasse mich von Meditationsmusik wie Blätterrauschen berieseln. (Glücklicherweise habe ich vorhin entdeckt, dass es auf Spotify auch drölfzig Meditationsplaylisten gibt, so dass ich dann wohl doch keine Premiumversion von Calm brauche). Achtsamkeit for the win.

Es gab mal wieder Omelette aus Eiern plus Harzer Käse mit Gewürzen. Und schon wieder keine wirklich interessanten Fotos.

eSports und Zwift-Championship

Kurz mal einen Exkurs zum Thema eSports. Während meiner (teilweise echt grandiosen) Zeit als Produktmanagerin für Online-Games hatte ich das große Vergnügen, zweimal bei eSports-Events mit eigenen Teams zugange zu sein. Einmal für unser Game Ragnarok Online bei der RWC (Ragnarok World Championship) in Japan (ein MMORPG) und einmal auf der CEBIT in Hannover (fast genauso exotisch) mit koreanischen und niederländischen eSports-Legenden für unser Game Avalon Heroes (ein MOBA). Das Ganze ist schon ziemlich faszinierend und hat immer mehr an Popularität zugelegt, aber das „Sports“ in „eSports“ ist leider ziemlich irreführend, denn man bestreitet zwar sportliche Wettkämpfe, aber Sport macht dabei natürlich keiner (oder gibt es eSports mit Kinect, Wii und Konsorten? Müsste ich glatt mal googeln). Und jetzt wird es interessant: Auf Zwift wurde heute eine National Championship gefahren (mit Live-Stream auf der Facebookseite), die vom BDR und anderen Ländern offiziell ausgeschrieben wurden, mit Lösung einer Tageslizenz als Teilnahmevoraussetzung (alle Regeln hier) und Qualifiern und Pipapo. Das ist natürlich dann ein ganz anderer Ansatz für eSports und meiner Meinung nach auch der gesündere (erinnert mich ein bisschen an Ready, Player One – der Protagonist hat in seinem Bunker auch ein Laufband, auf dem er die Bewegungen in der virtuellen Welt simuliert und – zumindest im Buch – so auch ordentlich abnimmt). Prädikat: sehr geil.

Vorsatz bis zum nächsten Winter ist also: ordentlich ausmisten und Platz für eine Rolle mit Zwift schaffen (hat jemand Interesse an einer hübschen Holzkommode, die ich im Vintage-Stil weiß angepinselt habe? Die müsste weg, dann würde da die Rolle hinpassen). Ach ja, Geld dafür müsste ich auch noch irgendwie ansparen (und wieder aufhören, dauernd neue Schuhe, Socken, Caps, Elektronik und Transition Backpacks zu kaufen). Leider ist mein Masterplan mit dem passiven Einkommen durch massive Werbeeinahmen via Google AdSense noch ca. drei Wochen lang auf Eis gelegt, weil Google mich erstmal für einen Monat gesperrt hat, nachdem ich selbst so neugierig war und auf die Werbeanzeigen geklickt habe, die auf meiner Seite eingeblendet wurden (DIESE FÜNF LEBENSMITTEL MÜSSEN SIE ESSEN, UM BAUCHFETT ZU VERLIEREN – wer kann da bitte widerstehen?!). Aber danach dann! Wenn die Rolle bei 600 Euro liegt und ich 8 Monate von März bis Oktober an 240 Tagen Werbeeinnahmen generiere mit 0,01 EUR pro CPC oder CPA, dann brauche ich quasi nur 2,50 Euro pro Tag, also 250 Views und / oder Klicks von unterschiedlichen Menschen pro Tag auf meine Anzeigen. Klingt doch machbar. Nicht.

Einmal Englischer Garten aus dem Archiv. Fast so trostlos wie mein Omelette.

Unterhaltsames und Informatives aus der Triathlon-Welt

Wer sich einen Chinarahmen bestellen möchte (= ein Rennradrahmen, der in China hergestellt wird und etwas günstiger ist, dafür aber nicht unbedingt ganz so ausgeklügelt hinsichtlich der Geometrie und der Qualität), der möge sich kurz dieses Video ansehen und dann bitte zum lokalen Fachhändler gehen. Danke. Und nein, das ist kein Triathlon-Lenker.

Nachdem ich mittlerweile endlich wieder schmerzfrei (aber schmerzhaft langsam) laufen kann, liegt der Fokus beim Wiederaufbau der Laufform im aktuellen Trainingstief natürlich auch darauf, wie ich künftig verletzungsfrei bleibe (und ja, die Wade zwickt immer noch, verdammt). Einen sehr knackigen und informativen Artikel mit praktischen Tipps habe ich dazu hier gefunden (bezeichnenderweise ist einer der besten Kurzstreckenläufer im Tri ganz vorne auf dem Foto: Mario Mola). Falsch machen kann man damit jedenfalls nicht viel, wenn man es ordentlich angeht.

Noch eine kleine Sidenote für die Triathlon-Content-Fetischisten: Pushing Limits hatte Ende Januar zu einem Meet & Greet nach Düsseldorf geladen. Pushing Limits Creators Summit nannte sich das und geladen waren einige Content-Produzenten, die auf verschiedenen Kanälen über Triathlon berichten. Toll, aber: Wo waren die Frauen? Es gibt ja doch einige Frauen, die mit etwas mehr Reichweite als ich aus dem Tri-Alltag berichten. Hoffentlich nächstes Mal — denn je mehr unterschiedliche Perspektiven, desto besser.

Nachsatz zum Radlabor, Radlabor-Vorgeplänkel und Shopping

Hatte ich eigentlich damals bei dem Bericht über die Sattelstudie erwähnt, dass im Radlabor Alpecin-Shampoo in der Dusche steht? Dieses Detail hat sich irgendwie in mein Gehirn eingebrannt. Genauso wie der stetige Strom asiatischer Kinder mitsamt Eltern, die an diesem 26. Januar am Radlabor vorbeizogen. Ich habe wirklich angestrengt gesucht, aber nicht herausgefunden, was da wohl gewesen sein könnte. Wie dem auch sei! Bei der Sattelstudie hatte ich ja einen Sattel besser bewertet als meinen guten alten SQlab und mir den im Vorfeld meiner Radlabor-Bikefitting-Besuche auch gleich besorgt: Specialized Power Expert with Mimic. Bis jetzt superbequem, aber wir werden sehen, wie er sich in den nächsten Wochen und Monaten so macht (diese Formulierung macht mich im Französischen immer kirre, wenn ich sie übersetzen muss: on verra dans le temps – „wir werden es in der Zeit sehen“, argh…). Das war also Shopping #1.

Nachdem meine beiden Indoor-Laufschuhpaare Brooks Launch (Männermodell und Frauenmodell) langsam nicht mehr ganz so frisch aussehen, habe ich es gewagt, eine andere Schuhmarke auszuprobieren (Blasphemie!). Nein, nicht den genialen Nike Vaporfly 4% (250 Euro, WTF), sondern den Hoka One One Mach, der als Langstreckenschuh gut dämpft, stabilisiert und trotzdem leicht ist. Mein linkes Bein ist noch nicht ganz überzeugt, das rechte dafür umso mehr. Möglicherweise habe ich ihn etwas zu groß gekauft, aber ich komme gut damit zurecht. Mal sehen, wie er sich draußen macht. Und dann musste ich natürlich beim Thema Socken nochmal zuschlagen. Meine tausend Paar Eightsox Running Ambition Long sind mittlerweile fast alle ziemlich ausgewaschen (die durchlöcherten sind schon zu Grabe getragen worden), also durften neue Socken her. Und zwar solche:

Socken!

Genau, die ultimativen Posersocken von Ryzon. Zweimal das Modell Moment (in Weiß und in Schwarz, man möchte ja mixen) und einmal das ohnehin schon gemixte Paar Symmetry (auch in Schwarzweiß). Leider sind die im Vergleich zu meinen X-Socks oder den Eightsox auch eher so dünn wie die (unglaublich genialen) Socken von Fingerscrossed und ich mag eher dicke Socken (immer kalte Füße). Aber geil sind sie trotzdem. Und: support your local heroes, Ryzon ist eine deutsche Firma. Ich kann es auch kaum erwarten, einen ihrer Trisuits endlich mal anzuprobieren, im März gibt es sie wieder in den Standardgrößen, hat man mir beim Kundensupport verraten. Damit nicht genug, zwei weitere Posten habe ich mir nach langem Überlegen noch gegönnt (eBay-Verkäufen sei Dank): die Cinelli Cap von Chas Christiansen und die Cinelli Cap mit, äh, Sternchen drauf. Schwarz ist mein Bunt. Vier Caps sind natürlich eindeutig zu viel, aber… hey, immerhin habe ich mir nicht schon wieder ein neues Fahrrad gekauft! Und dann habe ich mal kurz daran gedacht, welche Wettkämpfe Wettbewerbe (ha! Dran gedacht!) ich 2019 so im radmäßig erfahrbaren Umkreis machen werde (sprich: wie 2018 hinfahren, Rennen, heimfahren), also den Tripple-Tri an der Regattastrecke, Erding, Karlsfeld und den 3MUC wieder an der Regattastrecke… und dabei ist mir dann aufgefallen, dass ich anstatt Nike-Rucksack und Umhängetasche (verkehrssicherheitstechnisch eher unratsam) und statt Riesen-Trekkingrucksack (damit kann man einfach nicht Radfahren) vielleicht doch einmal in einen ordentlichen Transition Bag investieren sollte. Und weil ich Riesenrucksäcke mag, ist es dann der Orca Transition Bag geworden (allerdings nicht ganz so teuer). Testbericht hier und charmant cleane Videovorführung hier. Große Frau, großer Rucksack. Yes! Da passen quasi meine Schwester und ihr Zukünftiger als Support-Crew auch noch mit rein. Wann geht die Saison nochmal endlich los?

Ein Blick auf die Uhr und auf die Anzahl der Wörter (schon wieder fast 3000, verdammt!) zeigt mir, dass ich an dieser Stelle leider abbrechen muss und die Sache mit dem Bikefitting dann doch erst nächste Woche abgefrühstückt werden kann. Dafür dann aber umso ausführlicher. Jetzt aber noch fix zur Trainingswoche:

Recap der Trainingswoche

Nachdem die angedachte Struktur für die nächsten Monate seit letzter Woche steht, konnte ich das Training trotz Trainingstief gut durchziehen und genießen. Am Montag steht jetzt immer die lange Schwimmeinheit mit 3.000+ Metern an und danach eine Runde lockeres Pedalieren. Wenn ich morgens schwimme, sieht das momentan im Gym dann übrigens so aus:

Stimmungsvoll, aber unpraktisch: Pool mit ohne Licht.

Sieht so aus wie immer? Fast. Aus mir unbekannten Gründen haben wir momentan früh morgens nur noch die Hälfte der verfügbaren Lichter und mit Brille im Dämmerlicht ist es dann manchmal doch etwas tricky, die ausgedruckten Anweisungen korrekt zu lesen. Das sind die wahren Herausforderungen im Leben!

Nach dem äußerst unereignisreichen Schwimmen & Pedalieren habe ich dann noch 45 Minuten BWE nachgeholt, nachdem ich die Woche zuvor die Krafteinheiten aus Zeitgründen und Müdigkeit etwas abkürzen musste. Das Herumwerkeln an den Geräten, am Kabelzug und mit den Freihanteln ist im Belastungsbereich von 12 Wiederholungen nie so effektiv wie diese verdammten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Herrlich! Zwar zeigt mir der Vantage V seit Montag an, dass ich im „Detraining“ bin (also: unterfordert), aber meine Muskeln sagen nach den Krafteinheiten diese Woche etwas anderes. Außerdem berechnet das Ding immer noch zu viele Kalorien für die Trainingseinheiten (ich würde mal sagen: 200 zu viel pro Stunde); ich hoffe, es lernt bald dazu.

Am Dienstag dann eine kürzere Schwimmeinheit mit vielen Kicks (im Repertoire sind aktuell tatsächlich fünf reine Kraul-Kick-Übungen) und danach FTP-Intervalle (auf Sparflamme). In der Recovery-Woche übernächste Woche steht wieder ein FTP-Test an und ich bin gespannt, wie ich da dann wieder einbrechen werde. Beim Stufentest war ich zweimal top, die zwei 20-Minuten-Tests habe ich zweimal versemmelt und diesmal wird es ein 8-Minuten-Test.

Am Mittwoch habe ich dann meine Muskeln abgeschossen. Zuerst eine Stunde Aufwärmen mit Crosstrainer und Stabi-Übungen (fast schon widerlich, wie fleißig streberhaft ich das Zeug momentan mache), dann fast anderthalb Stunden Kraft mit sehr vielen BWE und die erste Laufeinheit der Woche mit Tempowechseln nach jedem Kilometer. Okay, statt die Geschwindigkeit des Laufbands zu erhöhen, habe ich die Kadenz auf bis zu 186 gesteigert (bei langsamem Tempo laufe ich gerade irgendwas um die 168, aber Ziel sind generell 170-180), aber das war für meine bleischweren Beine gerade richtig. Ich weiß ganz genau, dass sich das Laufen mit 5:15-5:30 auf 21-35 Kilometer irgendwann letztes Jahr im Sommer mal richtig gut angefühlt hat… hach ja. Hoffen wir einfach, dass das bald auch wieder so sein wird.

Da war der Frühlingsanfang noch in Ordnung!

Am Donnerstag dann wieder die Warm-Up-Routine, dann eine Technik-Schwimmeinheit und Intervalle auf dem Laufband, die ich tatsächlich zum ersten Mal seit Wadengedenken (hey, das Wort existiert laut Word sogar) durchziehen konnte. So stolz war ich zuletzt als ich in Paris den Preis für den besten Masterabschluss bekommen habe, haha. Und das, obwohl wir zwischendurch einen Stromausfall im Gym hatten (vielleicht kam der ja von meinem heißgelaufenen Laufband!). Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich habe das Gefühl, dass Laufen nach dem Schwimmen beschissener ist als nach dem Radfahren.

Der Freitag brachte dann beeindruckend unschnelle 100-Meter-Sprints im knackevollen Pool, danach eine Stunde lockeres Pedalieren und eine Stunde locker laufen – Koppeln wie aus dem Bilderbuch. Allerdings an dem Tag dann mit kleinen Gehpausen, weil meine Beine von Mittwoch und Donnerstag ein bisschen im Arsch waren. Das Radeln & Laufen hätte draußen natürlich an dem Tag viel mehr Spaß gemacht, aber der Winter hat sich nochmal einen Spaß erlaubt und uns von frühlingshaften 10°C mit Sonne zurückgeworfen auf Frost und Wolken (vielleicht hat es auch geregnet?). Argh!

Deshalb dann am Samstag nicht wie eigentlich geplant vier Stunden Radausfahrt im Freien mit zwitschernden Vögeln und gleißender Sonne bei lauen Temperaturen, sondern 3:45:00 Stunden Schwitzen im Gym mit drei auf dem Spinningrad simulierten Hügeln. Blöd, wenn man nur den Vormittag zum Trainieren hat, nachmittags wäre es wahrscheinlich sogar gegangen. Immerhin waren die Muskeln nicht mehr sauer und ich konnte die Berge mit etwas mehr Widerstand fahren als letzten Sonntag. IST DAS EIN ZEICHEN, DASS MEINE POWER ZURÜCKKOMMT?

Selbes Spielchen am Sonntag. Warm-Up mit Stabi, Krafttraining (ich bin schon sehr gespannt auf den Muskelkater morgen; wenn ich keinen habe, ist definitiv etwas falsch gelaufen) und dann zwei Stunden monotones Laufbandlaufen, das dank V. und Triathlon-Podcast dann doch nicht ganz so langweilig war und meines Empfindens nach leichter von der Hand vom Fuß gibt als letzten Sonntag. Ja, jedes noch so kleine Indiz dafür, dass ich auf dem Wege der Besserung bin ist gerade höchst willkommen und wird akribisch analysiert. Dafür habe ich zur Feier des Tages und aus Experimentierfreude auch mal wieder etwas gebacken:

Immerhin fast lecker.

Sieht tatsächlich ziemlich lecker aus, ist aber im Endeffekt nicht ganz so geworden, wie ich das eigentlich gewollt hätte. Man nehme: 950g Kürbispüree, 150ml Kokosmilch, 200g Kokosraspeln, 200g Kokosmehl, 300g Flüssigeiweiß (ich hatte das von Pumperlgsund), Salz, Zimt, 100g Xucker (hätte mehr sein können) , ein paar Spritzer Limettensaft, 150g frische Kokosnuss zur Deko. Inspiriert (ok, ganz entfernt inspiriert) war das Ganze von diesem Kürbiskuchen von Sophia Thiel. Beim Backen und in der Form sah das Gesamtkunstwerk auch ziemlich super aus, aber so richtig gut hält der Kuchen nicht zusammen. Extensive Forschungen haben ergeben, dass das am fehlenden Eigelb liegen könnte, das für die Verbindung von Wasser und Fetten sorgt. Nächstes Mal also wieder sechs Eier statt nur Eiweiß. Lesson learned. Aber mit Joghurt schmeckt das Ding trotzdem ganz gut… naja, aber auch ziemlich gesund.

Nächste Woche dann als kulinarisches Highlight ein explodierender Lizza-Pizzateig #cliffhanger und bis dahin allen eine schöne Woche!

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