Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 90: Hallo, Erkältung!

Eine Erkältung gehört einfach zu einem richtigen Winter dazu, da kann das Immunsystem noch so sehr geboostet sein mit allerlei Supplementen. Meine hat mir die vergangene Woche trainingstechnisch ein bisschen versaut, ist aber dafür hoffentlich morgen vorbei. Außerdem diese Woche im Blog: Warum Yoga durchaus Comedypotenzial hat.

HATSCHI! Oh ja, auch auf dem Weg zum Ironman ist man als Triathletin nicht vor der gemeinen Wintererkältung gefeit. Glücklicherweise sind es noch etwas mehr als fünf Monate bis zum Ironman Frankfurt 2020 (oder: nur noch!) und mit einer Prise von diesem glücklicherweisen Glück wird die Erkältung mich nicht mehr allzu lange zurückhalten. Denn es gibt noch viel zu tun und viel an der Form zu arbeiten, an der ich seit 90 Wochen mit mehr oder weniger großem Erfolg schleife. Nachzulesen hier: Woche 89Woche 88Woche 87Woche 86Woche 85Woche 84Woche 83Woche 82Woche 81Woche 80Woche 79Woche 78Woche 77Woche 76Woche 75Woche 74Woche 73Woche 72Woche 71Woche 70Woche 69Woche 68Woche 67Woche 66Woche 65Woche 64Woche 63Woche 62Woche 61Woche 60Woche 59Woche 58Woche 57Woche 56Woche 55Woche 54Woche 53Woche 52 bis Woche 1 und Tag 1, und hier geht es per Zufallsklick zu einem beliebigen Beitrag.

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Yoga, eine Komödie in drei Akten

Ich bin nach wie vor höchst begeistert von Yoga und war auch in der vergangenen Woche wieder sechsmal in unterschiedlichen Yogaklassen unterwegs – mal etwas sanfter mit Basic oder Anusara Yoga (wobei mir noch nicht ganz klar ist, was jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Hatha und Anusara ist und ich bin auch gerade zu sehr im Schreibflow, um das jetzt zu googeln), mal etwas peppiger bzw. schweißtreibender mit Medium Yoga und immer mit triefender Nase, Erkältung sei Dank. Es ist aber auch blöd, wenn man mit komplett verstopften Nebenhöhlen in einer tiefen Vorwärtsbeuge quasi spüren kann, wie sich der ganze Schleim von einer Ecke der Nebenhöhlen langsam in die andere Ecke rüberwälzt und sich seinen Weg durch die Nase bahnen will. Ganz zu schweigen davon, dass die ganzen Pranayama-Atemübungen mit verstopfter Nase natürlich nicht funktionieren. Das ganze Erkältungsdrama begann vermutlich nach der Advanced-Yoga-Stunde vergangenen Sonntag, bei der sehr viele Yogis und Yoginis Matte an Matte sehr eng nebeneinander geübt haben und somit die Erkältungsquote dort recht hoch war.

Ganz ungünstig ist es, wenn man beim Yoga schwitzt. Denn egal welche Matte man unter sich hat: keine ist wirklich rutschfest, so dass man in Haltungen wie dem allseits beliebten herabschauenden Hund langsam mit den feuchten Händen Millimeter für Millimeter weiter nach vorne gleitet. Noch besser ist das natürlich bei Grätschen im Stehen. Nicht zu empfehlen, auch wenn man am Spagat arbeiten möchte.

Yoga kann übrigens auch sehr schmerzhaft sein, vor allem wenn der Raum brechend voll ist und man mit etwas Pech bei abrupten Bewegungen den Schweiß des Nachbarn abbekommt… oder eben dessen Arm, wenn es bei liegenden Dehnungshaltungen auf einmal heißt: Und streckt die Arme ganz weit rechts und links von euch aus. Zack, schon hat man einen Arm mitten im Gesicht.

Manchmal weiß man auch gar nicht, wo man mit den eigenen Armen eigentlich genau hinsoll. Es beginnt meist ganz harmlos im Vierfüßlerstand. Und dann kommen Anweisungen wie: „Bringe Deinen linken Unterschenkel über deine linke Schulter, lege das rechte Bein darauf, umschlinge mit dem linken Arm Deinen linken Oberschenkel nach hinten und vielleicht kannst Du Deine Hände hinter dem Rücken binden, während Du mit der Nase an Deiner linken Fußsohle reibst und das Gewicht auf die rechte Pobacke verlagerst, um dann langsam im Kopfstand zu landen.“ … oder so ähnlich.

Solche Verknotungen machen sich meistens auch im Magen bemerkbar. Ich esse normalerweise nach dem Morgentraining mittags dann meine Hauptmahlzeit mit – unter anderem – VIEL Gemüse. Das ist nicht unbedingt eine wahnsinnig gute Idee, wenn man ein paar Stunden danach noch Yoga machen will und dann in Haltungen wie dem Pflug landet, bei der gefühlt der Mageninhalt wieder nach oben gequetscht wird. Einmal wollte ich besonders schlau sein und habe nur ein paar Proteinriegel gegessen, was sich allerdings auch als Fehler herausgestellt hat, weil das chemische Zeug in der Menge ziemlich fiese Magenkrämpfe verursacht hat.

Das Tröstliche bei all den Komplikationen: Eine Haltung beherrsche ich absolut immer in Perfektion – und sie wird auch absolut immer geübt –, nämlich das gute alte Shavasana. Namasté.

Trainingswoche mit Erkältung

Nachdem ich mich die Woche über weitestgehend wie von einem LKW überfahren gefühlt habe, war trainingstechnisch hauptsächlich locker & wenig intensiv angesagt. Deshalb habe ich auch alle Zwift-Events wie Rad Race-Workout, Tour de Zwift und whatnot geflissentlich ignoriert. Los ging die Misere am Montag sehr früh (nicht „sehr, sehr“ früh, aber immerhin „sehr“ früh) mit 45 Minuten Recovery-Spinning, 3 Kilometern Schwimmen und gleich danach Anusara-Yoga. Ich hatte ungefähr so viel Energie wie ein umgekippter Salzstreuer, aber hey, manchml ist das eben so.

Am Dienstag stand wieder Schwimmen auf dem Programm (Chlor desinfiziert ja, höhö) und eine längere Einheit auf Zwift, gefolgt von Medium Yoga.

Perfekt getimt am Mittwoch war die Erkältung dann auf ihrem Höhepunkt und die Laufintervalle im haben dementsprechend nicht stattgefunden, sondern nur ein bisschen Traben und Lauf-ABC. Allerdings hob sich meine Laune jäh, als ich herausfand, dass man bei den (beschissenen) Precor-Laufbändern die Steigung auf bis zu -3 stellen kann, um quasi bergab zu laufen. Das fühlte sich tatsächlich grandios an, ist aber wahrscheinlich nicht für längere Läufe ratsam. Wie war das mit: Man muss die kleinen Momente im Leben feiern? Nach 30 Minuten BWE habe ich dann allerdings das Handtuch aufgrund chronischer Unlust geschmissen und bin stattdessen abends nochmal zum Yoga mit Rotznase gegangen. Immerhin husten, schnupfen und keuchen momentan beim Yoga auch mehrere der Mitturnenden, man leidet also gemeinsam.

Am Donnerstag fand dann der einzige Draußenlauf der Woche statt, der sich erwartungsgemäß ziemlich scheiße anfühlte. Bei den anschließenden 3 km Schwimmen hat die Vantage V aus unerfindlichen Gründen nur 1,5 km gezählt, aber dank Erkältung war ich zu sehr mit meiner triefenden Nase beschäftigt, als dass ich mich wirklich darüber echauffieren konnte. Abends wieder Yoga. An guten Tagen ist meine Balance bei den Balanceübungen tatsächlich nicht mehr „nonexistent“ sondern nur noch „unterirdisch“, das verbuche ich nach sechs Wochen Yoga als Erfolg.

Am Freitag wäre wieder Triathlon-Tag gewesen, aber nach 3,5 Kilometern Schwimmen habe ich drei NYC-Runden auf Zwift gedreht anstatt eine Stunde zu kurbeln und eine Stunde zu laufen. Den Verzicht aufs Laufen kann man sogar als ansatzweise vernünftig verbuchen. Und natürlich durfte Yoga nicht fehlen.

Der Samstag stand im Zeichen der langen (Indoor-)Radausfahrt und ich wollte eigentlich die Watopia Mega Pretzel machen, habe aber nach etwas über vier Stunden aufgegeben, weil die Erkältung eben doch noch nicht weg war. Und ausnahmsweise kein Yoga, sondern nur ein kurzer Trip zum Bäcker und dann bei dem ungemütlichen Wetter wieder nach Hause. Ich finde es nach wie vor faszinierend, dass ich mir trainingstechnisch komplett die Kante geben kann, ohne meine eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Extrem effizient hinsichtlich des Zeitmanagements – wobei ich den Smalltalk mit meinen lieben Bekannten (und Bekanntinnen) aus dem Gym doch zwischendurch sehr schätze, wenn ich nicht gerade unter Starkstrom stehe, weil ich von einem Termin zum nächsten hetze. Sollte Yoga nicht auch irgendwie ruhiger und gelassener machen?

Am heutigen Sonntag habe ich den langen Lauf durch einmal Alpe du Zwift ersetzt (Nummer 15 insgesamt bislang, zehnmal fehlt noch bis zum Masochisten-Badge und bis zum Tron Bike sind es auch nur noch 18.500 Meter:

vEveresting steht nach wie vor auf meiner langen Bucket List, aber da muss definitiv erst noch ein bisschen mehr Power her, sonst wird das ein Endlosdrama. Und dann sah ich auf dem Weg zum Basic Yoga das da:

Schnee. Jap, genau. Wenn ich mich recht erinnere, fiel zum zweiten Mal in diesem Winter in München Schnee und genau wie beim ersten Mal (Ende November?) blieb er auch diesmal nicht liegen. Von mir aus kann es ja in Deutschland schneien… aber erst, wenn ich ab dem 28. Januar auf Lanzarote bin, bitteschön!

Nächste Woche wird noch einmal ziemlich langweilig (Recovery Week mit viel Yoga und hoffentlich der Möglichkeit, die versäumten zwei Läufe und zwei Krafteinheiten nachzuholen) und dann geht es endlich, endlich auf die Insel für zehn Tage. Mal sehen, ob die Erkältung noch eine Runde durch meinen Körper dreht und mir die ohnehin eher langweilige nächste Woche auch noch versaut, oder ob der Quatsch jetzt erst einmal vorbei ist. Und vielleicht passiert zur Abwechslung ja einmal wieder etwas Interessantes, sonst muss ich mir noch mehr Yoga-Anekdoten aus den Fingern saugen. Und jetzt ab ins Bett, denn morgen geht es wieder sehr früh (aber wieder nicht „sehr, sehr“ früh) aus den Federn. Adiós!

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