Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 54: Kleiner Ausflug zum Ironman 70.3 (naja, fast)

Genau – nur fast! Denn bis zum Ironman 70.3 (oder: zu meinem ersten Ironman 70.3) sind es noch ein paar Wochen – drei, um genau zu sein. Diese Woche konnte ich am Kraichgau IM 70.3 Bikeday (powered by tralala) aber schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf die Strecke bekommen. Und mir den Arsch abfrieren. Und überhaupt die ganze Woche über das Wetter schimpfen. Wäre ja auch langweilig, wenn es einfach nur schön wäre. Oder?

Was tut man nicht alles, um die Beine an höhere Geschwindigkeiten zu gewöhnen. Auf jeden Fall viel kurbeln, strampeln, rennen, fluchen und hoffen, dass die Rechnung irgendwann aufgeht. Welche Rechnung? Training + Spaß = Ironman Hamburg 2020 – diese Rechnung. 2019 steht erst einmal der erste Ironman 70.3 auf dem Programm – neben weiteren Highlights wie dem „Trippel (sic.!) Tri“, ein paar ODs und eine etwas kürzere LD. Dazu aber dann in den nächsten Wochen und Monaten mehr – nämlich jeden Sonntag zum Recap der Woche in der mittlerweile 54. Auflage. Die Wochen 53 bis 1 und den Tag 1 findet man hier, ansonsten geht es hier per Zufallsklick zu einem beliebigen Beitrag.

Werbung aus dem Jahr 2018

Zeit für die Werbung. Vor allem anderen steht die bereits erwähnte Teilnahme am IM Hamburg 2020  auf meiner Einkaufsliste und ich freue mich über Unterstützung zur Umsetzung meiner sportlichen Ziele. Ein Klick auf das obige Bild führt zu meiner PayPal.me-Seite mit der Möglichkeit, mich mit einer Einmalzahlung flugs zu sponsern. Wer Lust hat, kann meinen Lagerbestand auf eBay reduzierenmir mit Material von meiner Amazon-Wunschliste aushelfen, über meine Amazon-Affiliate-Links Produkte für sich selbst kaufen (zum Beispiel die Enervit Energieriegel in Aprikose und Orange, später mehr dazu…), mehr dazu später), mich als Freiberuflerin anheuern, meine Fragen auf Quora anklicken und beantworten, meinen Stevens-Crosser auf listnride ausleihen oder mit mir radeln gehen. Auf Wunsch namentliche Erwähnung (oder nicht). Besten Dank!

Events! Und Scheißwetter.

Okay. Ich war also am 12. Mai im Kraichgau beim Bikeday für den Ironman 70.3 gleichen Namens. Marco Sommer von Triathlon Podcast hat sich (sprichwörtlich und tatsächlich) ins kalte Wasser beim Ironman 70.3 Pays d’Aix gestürzt (mit 4 Wochen Vorbereitung, hossa!), ziemlich viele vermutlich ziemlich mies gelaunte Menschen sind patschnass geworden beim Megamarsch München, 100 Kilometer von München nach Mittenwald… oder beim Chiemgau Trail Run. Oder beim mal-vorsichtig-die-Nase-auf-den-Balkon-rausstrecken.

Schön!

Überhaupt könnte ich schon wieder seitenweise über das Wetter jammern. Gut, dass ich von der Trainingswoche so müde bin, dass es nur für ein paar Zeilen reicht. Die Wettervorhersage hatte schönes Wetter versprochen, ihr Versprechen aber nicht oder nur ansatzweise eingehalten. Da gab es immer mal wieder früh morgens 30 Minuten Sonne und dann viele dunkle, graue Wolken. Oder milde Windstille und 30 Minuten später Wind und Regen. Bäh! Und da soll man sich für Open-Water-Swimming bei Wassertemperaturen von 14°C begeistern? Habe ich natürlich nicht, weil #mimimi und weil die Erkältungsgefahr bei diesen Temperaturen verhältnismäßig doch recht hoch ist. Okay, genug gejammert. Jetzt zur Trainingswoche.

Scheiße.

Trainingswoche: So viele Intervalle!

Woche 53 war ja schon recht intervalllastig und Woche 54 hat das alles nochmal getoppt. Und das gepaart mit 7/7 nicht erholsamen Nächten. Ab heute Abend probiere ich CBD-Öl zusätzlich zu Lasea und Baldriparan. Und nächste Woche wird definitiv mehr gechillt, weil Tapering vor dem ersten Wettkampf ansteht. Aber der Reihe nach:

Am Montag ging es erstmal los mit einer Schwimmsession einschließlich 20×100. Danach FTP-Builder-Intervalle mit 3 x (3 x 2.5 Minuten @ 120% FTP) und ausreichend Erholungszeit zwischendrin. Am Dienstag eine lange Schwimm-Session mit vielen Kicks und Technik und Kachelnzählen, gefolgt von einer wunderbaren Intervalllaufeinheit, die meine müden Beine in abgespeckter Form bewältigt haben.

Am Mittwoch war alles saftig grün und herrlich frisch ohne Regen, also ging es für eine kurze Lauf-ABC-Einheit nach draußen und dann für eine von nur zwei Outdoor-Einheiten aufs TT. Geplant waren eigentlich Efforts für IM, HIM und OD mit Verschnaufpausen, aber die Strecke, die ich fabriziert hatte, war dafür leider alles andere als geeignet. Nach Osten raus hieß das Motto der ersten Stunde erstmal „Überleben“, da der Verkehr sich von seiner verkehrsreichsten Seite zeigte. Danach wurde es ruhiger, aber ich konnte nie lang genug Tempo machen, um die geplanten Zeiten einzuhalten. Und wenn man dauernd bremsen muss, kommt man einfach nicht in diesen genialen Flow, bei dem das Rad wie von selbst fährt. Dafür wieder ein paar Pokale auf Segmenten eingeheimst, die sonst keiner fährt. Wohoo!

Ansonsten habe ich mich gefragt, warum meine Nase nicht vielleicht mal tagsüber bei Radausfahrten verstopft sein könnte anstatt nachts beim Einschlafen, denn: So toll die Rapsfelder auch sein mögen und so nützlich das Zeug auch ist – ich kann den Raps nicht mehr riechen. Ernsthaft. Ich bin sowieso seit Beginn meiner exzessiven Ausdauersportphase extrem geruchsempfindlich (warum auch immer) und gerade blumige Düfte sind absolut tödlich. Falls ich jemals irgendwelche Staatsgeheimnisse kennen sollte, die man mir per Folter entlocken wollte, dann würde ein Ausflug ins Rapsfeld völlig ausreichen, um mich zum Reden zu bringen.

Raps! Und noch mehr Raps!
Diese UNENDLICHE Begeisterung!

Dann kam noch ein Highlight, das sich im Nachhinein als Albtraum herausgestellt hat: eine Tiefenmassage. Nach Dezember und April meine dritte und eigentlich eine richtig feine Sache. Allerdings hat meine Therapeutin mich diesmal so dermaßen bearbeitet, dass ich den schlimmsten Muskelkater seit MONATEN davongetragen habe! Meine kompletten Beine waren quasi nicht mehr funktionsfähig am Donnerstag. Aus Temperaturgründen habe ich die angedachte OWS-Session erstmal nach drinnen verlegt und mir selbst dann etwas (diesmal wirklich) Gutes getan: Ich habe meinen neuen ROKA Swimskin in den Pool ausgeführt (50€-Gutschein über Strava = Widerstand zwecklos). Das Anziehen hat auch nur 10 Minuten gedauert – laut Hersteller ist das Ding eigentlich zu weit, wenn man den Zipper alleine zubekommt, aber wozu hat man denn hypermobile Gelenke, haha! Das Teil ist jedenfalls der absolute Wahnsinn. Schnell war ich damit zwar auch nicht, weil müde + Muskelkater, aber das Wassergefühl ist sensationell und man hat automatisch mehr Körperspannung. Bilde ich mir zumindest ein. Apropos sich-etwas-Gutes-tun: Ich hatte letzte Woche gar nicht erwähnt, dass ich meinen neuen Zoot Trisuit beim Spinning mit V. und O. probegefahren bin. Auch ein sensationelles Teil und man fühlt sich mega-aerodynamisch damit (ja, die Beine sind etwas kurz geraten, aber die Farben sind geil).

Das sind keine Falten, das kommt von der Schwimmbrille!

Danach kamen dann die nächsten FTP-Builder-Intervalle (wieder dieses Set mit 6 x 5 Minuten VO2max, in dem 15 Sekunden 309 Watt immer als „easy“ deklariert sind) – und ein bisschen inneres Kotzen & Weinen wegen des beschissenen Wetters.

Das Weinen zog sich am Freitag dann fort. Weniger bei der Kick-Schwimm-Session (mit ein bisschen on top, weil ich Streberin wieder auf 11,5+ Kilometer kommen wollte und alles unter einer Stunde im Pool sich auch irgendwie seltsam anfühlt) – dafür umso mehr dann bei den Tempo-Steady-State-Intervallen (4 x 8 Minuten) plus Endurance danach, weil auch diese Session wieder drinnen stattfand. Arrrrrgh. Dafür habe ich dann an einem der Tage noch einen Aufruf in die „kleine“ RRMUC-Gruppe gestellt und gefragt, wer Lust hätte, beim BMW-Mannschaftszeitfahren einen Vierer mit TTs zu bilden (Damen oder mixen – falls jemand Lust hat, bitte melden, wir haben noch kein Team!). Inspiriert war der Aufruf einerseits durch die Fotos vom letzten Jahr, auf denen wirklich auch ganz normale Menschen da gefahren sind – und durch das Mannschaftszeitfahren der TdF 2018, das teilweise echt gut aussah und teilweise… naja, nicht so, als ob die Mannschaften dabei wirklich Spaß hätten. Vielleicht wird das ja noch was…

Freitagabend war das Wetter dann einigermaßen stabil und ich bin mit dem TT nach Ismaning getrudelt zum Bike-Workshop von SV Solidarität Ismaning e.V. Der Grund dafür: Ein paar Tage zuvor hatte ich D. aus dem Verein SPD-Pedale (viel zu günstig…) verkauft und er hatte sich gemeldet, als ich in der RRMUC-TTT-Gruppe nach Tipps für meine Felgenbremsen am TT gefragt hatte (seitdem ich das Leihrad auf São Miguel gefahren bin, das trotz Felgenbremsen besser gebremst hat als mein TT, will ich da wirklich etwas ändern). Jedenfalls bin ich hingetrudelt und die Vorderradbremse wurde durch eine schöne Dura-Ace-Bremse ersetzt. Bei der Hinterradbremse (die viel wichtiger gewesen wäre!) mussten wir dann leider aufgeben, weil die TRP T822 TT direct mount caliper brake anders befestigt ist / aussieht als eine normale Dura-Ace-Hinterradbremse. Fuck. Immerhin habe ich jetzt auch hinten neue Bremsbeläge und eine saubere Bremse (wobei ich die Staubkappen natürlich dann in Ismaning vergessen habe…), aber trotz Nachstellen bremst die Bremse immer noch nicht besser. Die Bremse / der Bremshebel / das Bremsgefühl / der Druckpunkt sind extrem weich – und bisher bin ich das Ding ja nur im Trockenen gefahren. D. kennt die FELT-TTs und meinte, die Bremsen seien extrem schwer einzustellen – ein anderer Tipp von A. aus der FB-Gruppe war noch, Züge und Zughüllen gegen nicht kompressible zu tauschen. Okay, das wäre jetzt der nächste Schritt. Außerdem brauche ich neue Reifen, da meine mit 2500? 3000? Kilometern jetzt mehr als zur Hälfte abgefahren sind. Ups. Aber: Hurra, Shopping! Gut, dass ich das immer alles hier so minutiös dokumentiere, sonst könnte ich mir den ganzen Kram gar nicht merken, der da im Laufe einer Woche auf meiner To-Do-Liste landet.

Dann kam die nächste große Enttäuschung am Samstag. Auf Strava gab es bis zum heutigen 12. Mai eine Herausforderung namens „Chasing Cancellara x Gore am Irschenberg“ und das wäre die PERFEKTE Gelegenheit gewesen, um am Samstag den Irschenberg zum allerersten Mal zu erklimmen. Auf meinen FB-Aufruf hin schaltete sich M. hinzu, der zu dem Zeitpunkt noch im Norden Deutschlands mit noch schlechterem Wetter weilte und wir verabredeten uns für einen Rain Check am nächsten Morgen um 6:45. Ich wollte um 7:30 starten, da ich ja auch noch koppellaufen und nach Kraichgau fahren musste. So weit der Plan. Ein guter Plan. Und bis 6:30 Uhr war es auch noch trocken. Bis es dann um 6:35 Uhr zu schiffen begann. Dementsprechend war der Plan dann leider gestorben und die nächste lange Indoor-Session stand an (4 Stunden standen auf dem Plan). Apropos Indoor-Session. Auf Facebook gibt es immer mal wieder auch Diskussionen darüber, ob 4 Stunden Indoor-Cycling dasselbe sind wie 4 Stunden Draußenradeln, wenn man das Training von Draußen nach Drinnen verlagern muss. Wie so oft lautet die Antwort – zumindest meiner Ansicht nach: Das kommt darauf an. 4 Stunden GA1 sind drinnen anstrengender als draußen, weil man drinnen permanent treten muss und keine Pause einlegt / nicht einfach mal so dahinrollen kann / es nie bergab geht. Intervalle kann man drinnen viel gezielter machen als draußen. Aber draußen hat man einfach mehr Bock und mehr Motivation, einen rauszuhauen und Kraft zu investieren… wenn man denn die Energie hat. Haha.

Immerhin konnte ich bei der langen Session die verpatzte Race-Pace-Efforts-Session vom Mittwoch nachholen (und sogar länger, wohoo!), viel auf dem iPad lesen und nach 3:45:00 Stunden die letzte Viertelstunde schwänzen, weil danach noch ein paar kurze Laufintervalle kamen. Wenn die Intervalle nur bis zu 1:15 Minuten lang sind, ist man tatsächlich so viel mit dem Umschalten von Geschwindigkeiten und dem Rundennehmen beschäftigt, dass man gar keine Zeit hat, zu bemerken, wie fucking anstrengend das eigentlich ist.

Und dann kam der Sonntag. Nein, erst kam die Reise nach Bruchsal mit dem IC (der übrigens von München nach Bruchsal eine Direktverbindung hat, also kein nerviges Umsteigen mit Transition Backpack und TT, yeah!). Nach der entspannten Zugfahrt (das klappte alles überraschend gut) und einem 40-minütigen Fußweg ins Hotel (bei Wind, Wolken und Regen, hallo, liebes Immunsystem, hier warst Du gefragt!) war erst einmal alles gut. In dem Hotel schlüpfe ich auch zum Wettkampf unter, es ist 7 Kilometer vom Schwimmstart entfernt und ziemlich putzig – das Zimmer ist allerdings nichts für Riesen wie mich:

Auf wundersame Weise habe ich es aber geschafft, mir nicht den Kopf anzustoßen. Ich Heldin! Das Hotel hat sogar einen kleinen Kraftraum, aber ich war nach der nächsten nicht erholsamen Nacht (jetzt schlafe ich wieder schneller ein, wache dafür nachts wieder häufiger auf – immerhin wechseln sich die Schlafstörungen ab) dafür definitiv zu müde. Also bin ich entspannt mit dem TT zum Schwimmstart am Hardtsee gegondelt und habe sehr gehofft, dass irgendwann dann doch die versprochenen 14°C und Sonne ohne Wolken und ohne Wind auftauchen. Sind sie aber nicht. Die Sonne kam tatsächlich genau zweimal raus:

  1. Als sich alle Verrückten mitsamt ihren Rädern am Treffpunkt eingefunden haben und ich ein Foto vom See geschossen habe:

  1. Als die ganze Sache vorbei war.

Na wunderbar. Im Vorfeld hatte es noch die FB-Diskussion gegeben, ob man die Strecke lieber mit dem TT oder dem RR machen soll – ich werde sie mit dem TT machen, weil zehn Anstiege (so viele habe ich zumindest gezählt) auch 10 Abfahrten bedeuten und das mit dem TT einfach überragend ist. Außerdem ist keiner der Anstiege so zäh / lang / steil, dass ich das Gefühl hatte, das TT wäre hier nachteilig (und ich verstehe nach wie vor nicht, warum manche Menschen ihr TT nur ein paarmal vor dem WK fahren und im WK und sonst nicht… Ey, mit genug Übung kann man damit doch alles fahren). Es gibt eine 13%-Rampe und die letzten Anstiege sind zäh, weil die Beine müde sind, aber ansonsten nichts, was man nicht aus dem südlichen Münchner Umland schon kennt.

Aber der Reihe nach!

Ich habe mich natürlich aufgrund meines desolaten Zustands (und weil ich natürlich nervös war) in die langsamste Gruppe eingeordnet und habe mich da dann auch hinten gehalten, weil TT + Gruppe ja nicht ganz ohne ist. Auf den ersten 10 Kilometern hatte ich einen netten Plauderpartner an meiner Seite, aber da ich mich auf die Strecke konzentrieren wollte, habe ich ihn abgeschüttelt, indem ich mich beim ersten Anstieg nach hinten habe fallen lassen. Die Organisation war übrigens super und alle Guides waren echt nett, die Atmosphäre familiär (wie viele waren wir – 80? 100?), aber wir haben viel zu viele Stopps eingelegt (ok, die erste Verpflegungsstation nach 45 Kilometern war super, aber die nach 80 hätte man sich sparen können und stattdessen an der WZ2 nochmal etwas anbieten können) und mein ohnehin extrem niedriges Energielevel ist von Mal zu Mal einfach immer noch weiter gesunken. Natürlich kühlte man auch jedes Mal beim Stopp entsprechend aus und das Antreten war mühsam. Insgesamt also keine Möglichkeit, irgendwie in den Flow oder in den eigenen Rhythmus zu kommen – abgesehen von den Passagen, die ich alleine und dann auch in Aeroposition gefahren bin (in der Gruppe hieß es: Hände an den Basebar, das macht auch Sinn, ist aber anstrengend). Da die Straße nicht abgesperrt war, mussten wir natürlich leider auch auf den Verkehr achten und konnten oft den Schwung aus der Fahrt heraus nicht zum nächsten Anstieg mitnehmen.

Ich würde ja gerne schreiben, dass es großartig war und ich mich megamäßig auf den Ironman 70.3 Kraichgau freue. Aber eigentlich habe ich vier Stunden lang gefroren, keine Energie gehabt (die oben verlinkten Enervit-Energieriegel sind zwar geschmacklich OK, haben aber die Konsistenz von zu alten Müsliriegeln, sprich: sehr zäh), kam mir megalangsam vor und hatte nach dem Zurückrollen ins Hotel keine Energie mehr, um den wunderschönen Koppellauf im Anschluss zu machen (die Woche war überhaupt extrem wenig Laufen auf dem Programm – das macht mich ein bisschen nervös). Ich hätte keine 21 Kilometer mehr laufen können heute. Ich habe es auch wieder nicht geschafft, meine HF über 149 zu pushen und das ist eigentlich das beste Anzeichen dafür, dass ich platt bin.

Auf der positiven Seite (und dafür wird es jetzt auch wirklich Zeit) bleibt zu sagen, dass die Strecke einfach wunderschön ist. Technisch super einfach (also keine scharfen Kurven, breite Straßen, fast überall toller Asphalt), keine Killeranstiege, schöne kleine Städtchen, rauschende Abfahrten – eigentlich geht es auch immer nur entweder bergauf oder bergab. Wenn ich letztes Jahr gewusst hätte, wie schlecht es mir dieses Jahr geht, dann hätte ich mir eine einfachere Strecke für mein Mitteldistanzdebüt herausgesucht. Das Ziel heißt jetzt statt „in unter X Stunden“ einfach nur „Spaß haben und ankommen“ – und trotz allem freue ich mich sehr auf die Herausforderung. Angst habe ich keine, Respekt auf jeden Fall, und die Bremsleistung meines TT reicht auf jeden Fall aus. Hah.

Natürlich hat das Wetter allen angehenden Mitteldistanzironmännern und -frauen am späten Nachmittag dann nochmal den Mittelfinger gezeigt, weil es einfach grandios war, als ich den 40-minütigen Spaziergang vom Hotel zum Bahnhof angetreten bin: 15°C+ und Sonne mit ein paar fluffigen Wolken. Vielen Dank:

So, jetzt schauen wir mal, wie die nächste Woche mit dem ganzen Taperingzeug so wird und was das am Samstag beim triathlon.de CUP so wird. Kaum zu glauben, dass es in einer Woche schon soweit ist. Die dringendste Frage: Wird bei den arktischen Temperaturen überhaupt geschwommen, oder wird das Ganze ein Triple-Duathlon? Ich werde davon berichten – und da der Wettbewerb am Samstag ist, habe ich den ganzen Sonntag Zeit, um hier wieder einen wunderbaren Roman abzuliefern. Wohoo!

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