Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 39: Satteltest und abheben nach Lanzarote!

Dank Satteltest sitze ich jetzt sattelfest und dank TUI das Ganze auch noch auf der jetzt schon berauschenden Insel Lanzarote. Gehen wir also gleich in medias res und vergeuden ausnahmsweise mal keine Worte mit spannenden Links zu Triathlon-Themen… Die gibt es dann wieder, wenn ich zurück im kalten Deutschland bin. Dafür war die Woche auch so schon turbulent genug mit einem großen Recovery-Fail und neuen Erkenntnissen aus der Wissenschaft.

Denn wie jede Woche habe ich wieder eine riesenlange Liste mit Links zum Thema Triathlon, die geteilt werden wollen. Aber heute schiebe ich sie alle in das Worddokument für die kommende Woche und freue ich mich sehr darauf, in einer ruhigen Stunde Hardcore-Linkklick-Session nach einer Hardcore-Trainings-Session hier auf Lanzarote diese Liste aufzuarbeiten und in Textschnipsel zu verwursteln, die ich dann in gewohnt schachtelsatziger Manier präsentieren werde. Dazu bin ich aber jetzt wie gesagt viel zu hibbelig. Zum ersten Mal seit Wochen habe ich das Gefühl, nicht sofort zum Eisklotz zu erstarren, wenn ich vor die Tür gehe. Ich habe vom heutigen ersten Laufen und Schwimmen sogar schon ein klitzekleines bisschen Farbe gewonnen. Preisfrage für alle, die gerade Fragezeichen im Gesicht stehen haben: Wer fliegt im Januar auf Lanzarote? Senioren – ja, denn die haben ja immer Zeit. Familien mit kleinen Kindern – ebenfalls ja, die müssen sich auch noch nicht an Schulferien halten. Und – na, wer weiß es? Richtig, Triathleten! Denn so eine möchte ich auch mal werden, wenn ich groß bin. Beziehungsweise: Wenn ich in meiner zweiten Triathlonsaison ein paar gute Ergebnisse abliefern, die mich dem großen Ziel Ironman-Langdistanz-Triathlon ein Stückchen näherbringen. Auf dem Weg dorthin bin ich jetzt seit 39 Wochen und was bis heute geschehen ist, kann man hier nachlesen: Woche 38, Woche 37, Woche 36Woche 35Woche 34Woche 33Woche 32Woche 31Woche 30Woche 29Woche 28Woche 27Woche 26Woche 25Woche 24Woche 23Woche 22Woche 21Woche 20Woche 19Woche 18Woche 17Woche 16Woche 15Woche 14Woche 13Woche 12Woche 11Woche 10Woche 9Woche 8Woche 7,  Woche 6Woche 5Woche 4Woche 3Woche 2Woche 1 und Tag 1.

Werbung, aber noch ohne Zeitmaschine

Wie jeder normale Mensch muss ich das Geld für den Triathlonsport auch erstmal verdienen und dann eisern sparen, um solche phänomenalen Dinge wie eine Reise nach Lanzarote finanzieren zu können – und freue mich dementsprechend über jeden Euro Unterstützung bei meinem Mammutprojekt. Ein Klick auf das obige Bild führt zu meiner PayPal.me-Seite mit der Möglichkeit, mich mit einer Einmalzahlung flugs zu sponsern. Wer Lust hat, kann meinen Lagerbestand auf eBay reduzierenmir mit Material von meiner Amazon-Wunschliste aushelfen, über meine Amazon-Affiliate-Links Produkte für sich selbst kaufen (zum Beispiel einen Lanzarote-Reiseführer, wenn wir schon bei der Insel sind), mich als Freiberuflerin anheuern, meine Fragen auf Quora anklicken und beantworten, meinen Stevens-Crosser auf listnride ausleihen oder mit mir trainieren (in München oder sonstwo). Auf Wunsch namentliche Erwähnung (oder nicht). Besten Dank!

Ich muss mich an dieser Stelle übrigens kurz entschuldigen: Der Bilder-Upload will nicht so, wie ich will, und Paint.net ist ein ganz furchtbarer Ersatz für Photoshop, also heute leider ohne Bilder. Ich liefere sie im Laufe der Woche aber nach.

Impression aus dem Radlabor

Recovery Week mit Hindernissen

So, jetzt aber schnurstracks zur Trainingswoche, bevor ich all die ersten Lanzarote-Eindrücke noch vergesse oder über diesem Beitrag einschlafe, weil ich seit 3 Uhr morgens wach bin. Timingmäßig hatte ich mit Lanzarote Glück, weil genau davor eine Recovery Week angesetzt war und ich somit laut Plan vollständig erholt in mein selbstgebasteltes (ok, von meinem Coach gebasteltes) starten können sollte. Samstag und Sonntag sind ziemlich hart gewesen (härter noch als die beiden vorherigen Samstage und Sonntage, weil: Periodisierung und so) und so standen am Montag eigentlich nur 45 Minuten Endurance Miles mit zwei Sprints und eine einstündige Schwimmeinheit an. Lustigerweise war ich trotz großem Kaloriendefizit vom Sonntag gar nicht so wahnsinnig müde und habe ein bisschen länger entspannt gekurbelt. Beim Schwimmen ging es um den Windmill-Drill, also Schwimmen mit gestreckten Armen (ich habe beim Googeln gerade gesehen, dass es sowas auch für Golfer gibt, also sollte ich jemals golfen, dann weiß ich Bescheid). Ich bin ganz zu Beginn tatsächlich vorwiegend so geschwommen, allerdings leider auch unter Wasser, so dass ich mir den Fehler erstmal abtrainieren musste und quasi nicht bei Null mit einer guten Technik angefangen habe, sondern bei minus Eins.

Am Dienstag dann entspanntes Aufwärmen und eine Stunde Cadence-Intervalle. Meine Wade war von den 2.5 Stunden Laufband am Sonntag noch etwas angesäuert, aber es ging dann ganz gut. Zum Schluss noch eine Stunde Krafttraining an den Geräten, weil ich irgendwie nicht mehr fit genug war für Spannung, Spaß und Action mit Kettlebells, Battle Rope und Konsorten (überhaupt war mein Krafttraining die letzten Wochen eher ‚lasch‘, weil ich von den vielen, vielen, vielen FTP-Builder-Intervallen intensitätsmäßig ganz gut bedient war). Nichtsdestotrotz war da schon irgendwas nicht so ganz in Ordnung.

Am Mittwoch hat sich dann gezeigt, wo der Hase begraben ist: Ich hatte absolut null komma gar keine Energie in den Beinen. Angesagt waren anderthalb Stunden lockere Endurance Miles, alles Zone 1 und 2 – und nicht einmal die Wattzahlen konnte ich treten! Ich war sowas von völlig im Eimer, dass ich irgendwann nur noch bei 100 Watt herumgekurbelt bin, obwohl die Herzfrequenz dafür deutlich zu hoch war. Folgerichtig habe ich die Schwimmsession danach bleiben lassen und bin einen ganzen Tag lang frierend an meinem Heizkörper gehangen (Laptop und Arbeitsmaterial am Schreibtisch so dicht wie möglich an die Heizung geschoben). Zuerst dachte ich an Lebensmittelvergiftung, weil ich für mein Kürbiscurry am Vortag eine je einen Monat alte Knoblauchzehe und Zwiebel verwendet hatte, aber es war dann doch eher so eine Magenvirusgeschichte (hurra?).

Am Donnerstag ging es ein bisschen besser, aber nicht gut genug, als dass ich den FTP-Test hätte ordentlich durchführen können. Auch beim anschließenden lockeren Lauf und bei der nachgeholten, dafür aber verkürzten Schwimmeinheit war die Power nur begrenzt da – ansonsten aber keine Symptome mehr, auch kein frierend vor der Heizung lümmeln. Apropos Frieren: Die Woche gab es im Gym-Pool aus unerfindlichen Gründen einen Kälteeinbruch, so dass zumindest für mich alles jenseits von 30 Minuten im Wasser eine echte Herausforderung war. Brr. Das erinnert mich wieder daran, warum ich eigentlich immer nur Sommer haben will.

Der Freitag brachte 75 Minuten Endurance Miles, die ich in weiser Voraussicht vom Samstag vorgezogen habe, sowie Schwimmen und ein bisschen Core mit viel Stretching. Es ging bergauf, aber so richtig über dem Berg war ich dann erst wieder am Samstag. Und das lag vor allem am Radlabor!

Ich hatte vor gar nicht allzu langer Zeit berichtet, dass ich mich für eine Sattelteststudie des Radlabors in Kooperation mit der TUM angemeldet habe. Mein Termin war am Samstag um 9 Uhr und Kernstück der Studie ist herauszufinden, ob die Sattelhersteller mit ihren Theorien und Annahmen zum besten Frauensattel richtig oder völlig daneben liegen (die Studie wird auch noch mit 30 Männern durchgeführt, keine Sorge, liebes andere starke Geschlecht). Ich wurde am Samstag erstmal kostenlos komplett vermessen (einschließlich einer Messung, wie weit über die Zehen nach unten hinaus ich meine Finger strecken kann – es waren 9,5 Zentimeter). Raffiniert wie ich bin (Selbstlob? Ich?), habe ich mir die Maße und Werte gleich abfotografiert, damit ich jetzt immer wie aus der Pistole geschossen sagen kann, dass meine Innenbeinlänge 89,9 Zentimeter beträgt. Hah! Danach bekamen meine brandneuen Northwave-Triathlonschuhe noch fachgerecht die Look Keo-Platten aufgeschraubt (die roten) und dann ging es auf den Fahrradergometer. Apropos Look Keo-Pedalsystem: Ich muss jetzt dann wohl tatsächlich endlich umsteigen und morgen auf dem Leihrad von Hürzeler wird das erstmal meine Premiere mit den Pedalen. Ich bin gespannt. Auf dem Ergometer bin ich zumindest problemlos rein- und rausgekommen (ok, der bewegt sich auch nicht) und das Treten fühlt sich dank der perfekt auf meine Füße ausgerichteten Position der Pedalplatten wahnsinnig angenehm an.

Zurück zum Satteltest! Ich durfte dann insgesamt 18 Sättel in je 2 Positionen (aufrecht / aero-optimiert) fahren und jeweils beurteilen, wie sie mir anhand von fünf Markern so taugen (einer davon war Sitzknochen, bei einem anderen ging es um den Intimbereich und so weiter). Danach wurde dann der Sitzwinkel gemessen (fast immer irgendwas im Bereich von 59°) und zuletzt wurde eine Matte aufgelebt, die die Druckpunkte misst. Einige Sättel gab es auch in verschiedenen Breiten; bei einigen haben wir zuvor mit dem jeweils herstellereigenen Mittel herausgefunden, welche Breite für mich optimal wäre… und ich musste mal wieder lachen, weil man sich bei SQlab ja auf ein Stück Pappe setzen muss und Selle Italia ein elektronisches Gerät dafür hat. Ich finde die Pappe ja tatsächlich cooler und RR und Crosser haben ja jeweils einen SQlab.

Jedenfalls ist es phänomenal, welche signifikanten Unterschiede es zwischen den einzelnen Sätteln so gibt! Abgesehen von SQlab – der auch von den Druckpunkten her sehr gut passt, aber ein bisschen breiter sein könnte als mein aktueller – hat mir der Power Expert mit Mimic von Specialized noch richtig gut gepasst. Der hat in der Mitte keine Aussparung für den Intimbereich, sondern einen Schaumstoff, mit Memory-Foam, auf den man sich weich betten kann. Tolles Teil. Gut im Sinne der Druckpunkte heißt hier punktuelle Belastung auf den Sitzknochen und nicht auf dem Intimbereich. Nachdem ich jetzt durch das viele Spinning auch komplett auf den Spinningsattel geeicht bin, kann es durchaus sein, dass ich den SQlab demnächst ersetzen muss und werde. Meiner mit der 13er Breite ist auch eigentlich zu schmal für mich, aber wer hört schon gerne, dass er wegen des breiten Beckens einen breiten Sattel braucht? Die von Selle Italia mit Aussparung waren dann allerdings so schmal, dass ich das Gefühl hatte, mit jedem Tritt fast herunterzurutschen. Fasziniernd.

Das besondere Gimmick kam dann noch ganz zum Schluss: Als Dankeschön dafür, dass man ohnehin schon kostenlos Sättel testen durfte und vermessen wurde, gibt es das Bikefitting im Radlabor dann auch noch zum Schnäppchenpreis obendrauf. Und wer kann keinem Schnäppchen widerstehen? Erraten! Also gehe ich am 12. mit dem Tribike und am 19. mit dem RR zu meinem ersten, echten, richtigen, professionellen Bikefitting. Wohoo! Da bekomme ich dann auch eine fachmännische Meinung dazu, ob das Tribike überhaupt die richtige Größe für mich hat, oder ob ich schonmal wieder anfangen muss mit dem Sparen. Die Betreuung war wirklich super, wir hatten gute Unterhaltungen, ich habe jede Menge gelernt und man merkt, dass hier Profis am Werk sind. Ich freue mich mal wieder wie ein neues Fuchzgerl (kennt den Spruch jemand außerhalb von Bayern?) auf die Fittings und die dann optimierten Positionen, um noch mehr Gas zu geben. Ein letzter Gedanke zum Thema Position noch: Die auf dem Ergometer eingestellte Aero-Position für das RR ist deutlich gestreckter als ich auf meinem Arcalis sitze – das wird sich auf jeden Fall ändern und mein Nacken darf sich jetzt schon auf die Gewöhnungsarbeit freuen.

Ach ja, nach dem Satteltest ging es noch schnell ins Gym für ein bisschen Ausdauer und flugs im eiskalten Wasser Drills absolvieren (die Sprints habe ich diese Woche aufgrund der Magensache fast alle ausgelassen) und dann musste ich ja auch noch packen.

Lanzaroteeeee!

So, jetzt aber! Wenn der Wecker um 3 Uhr morgens klingelt, dann heißt das meistens ab zum Flughafen und in einen Flieger hopsen, der zu einer unsittlichen Zeit wie meiner heute um 5:50 Uhr startet. Ich konnte auf dem viereinhalbstündigen Flug zwar noch zwei Stunden ein bisschen dösen, aber weil man natürlich am Vortag nicht rechtzeitig ins Bett kommt, ist man natürlich energietechnisch ein bisschen im Arsch, wenn man aus dem Flieger in 18°C Wind, Sonne und Wolken stolpert.

TUI hat die Pauschalreisekette ja ziemlich perfektioniert (das ist tatsächlich meine erste Alleinpauschalreise mit Halbpension, normalerweise nehme ich immer nur Unterkunft und futtere mich durch die jeweiligen Supermärkte und Bäckereien / Streetfoodläden), also war ich ziemlich fix danach im Hotel. Dummerweise war das Zimmer erst drei Stunden später bezugsfertig. Ich habe zwar sämtliche Hacks berücksichtigt, die ich zum Thema „effizient packen“ so kenne (und ich LIEBE meinen riesengroßen Deuter-Rucksack – warum reisen Menschen noch mit Koffer?), aber ich hatte nicht bedacht, dass ich mich vielleicht umziehen müsste, ohne zuvor den Inhalt meines Rucksacks auf ein Hotelbett komplett zu entleeren. Das Laufoutfit habe ich auch relativ schnell aus den Untiefen ziehen können, nur der Trinkrucksack war ganz unten und noch dazu voll mit tausend Dingen. Also erstmal nicht zum Lauf des Tages aufbrechen, sondern Hotel erkunden. Das ist auch tatsächlich ein ziemlicher Fuchsbau – aber es gibt hier einfach alles. 50-Meter-Pool (28°C! Ich bin schockverliebt!), Gym mit Frischluft und Assault Bikes (unter anderem natürlich) sowie WOD an einer fetten Tafel, Poollandschaft für Nichtschwimmer, Hürzeler Bike Holidays direkt nebenan, Minimarkt (der sogar Proteinriegel und Energiegels führt), Meer in unmittelbarer Nähe, leckeres Abendessen (ich sage nur Fisch, Gemüse und Käse, das war eine 100% keto-konforme Abendmahlzeit)… und natürlich jede Menge Wind, sowie im 2-Minuten-Takt Sonne und Wolken.

Danach bin ich erstmal zu Hürzeler geschlurft (Energielevel: -1) und habe mein Leihrad in Empfang genommen. Da ich kein Bike Holidays-Paket gebucht habe, sondern eben nur das Rad leihe, gab es kein Trikot dazu – dafür aber einen schnuckeligen Rucksack/Gym Sack und eine Flasche (ich glaube, die fasst sogar 950ml). Für morgen ist dann auch eine kleine Tour mit 80 Kilometern angesagt und ich bin gespannt, wie anstrengend das mit dem ganzen Wind wirklich wird. Nachdem ich immer noch Zeit hatte, habe ich dann das Meer gesucht (und es gefunden, ohne mich zu verlaufen), einen Spar-Supermarkt durchstöbert (ich finde Supermärkte in anderen Ländern faszinierend, weil sie so viel darüber aussagen, wie eine Nation isst… Dort gab es zum Beispiel Inside-Out-Sushi zum Probieren, einmal mit Lachs-Ceviche und einmal mit Röstzwiebeln?!) – und dann durfte ich endlich in mein Zimmer! Wohoo! Mein Zimmer (das im Übrigen riesig ist mit zwei Wandschränken und einem Vier-Personen-Sofa) liegt sogar praktischerweise in unmittelbarer Nähe zu Gym & olympischem Pool. Also schnell den Inhalt des besagten Megarucksacks entleeren, alles aufräumen und mich dann mit zuckerfreien Energyshots dazu überreden, den zweistündigen Lauf zu machen, den meine Beine eigentlich gar nicht machen wollten.

Ich bin zuerst in Richtung Arrecife gelaufen, weil man mir an der Rezeption gesagt hatte, dort sei überhaupt nichts und man würde quasi allein auf weiter Flur vor sich hin traben. Das war für die erste Dreiviertelstunde auch ganz gut, weil meine Beine wirklich Matsch waren. Danach bin ich in Richtung Costa Teguise gelaufen und dort an einer (leider komplett asphaltierten) Strandpromenade und mir sind fast die Augen herausgefallen, so unglaublich schön sieht das Meer hier aus! Einen Strand für meine ersten Gehversuche im Meer mit Neo habe ich auch ausfindig gemacht und ich kann es kaum erwarten, einen auf Hawaii zu machen. Vielleicht schon morgen nach dem Hürzeler-Trip? Und obwohl die Sonne immer nur minutenweise rauskam, bin ich sogar schon ein kleines bisschen braun geworden. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich mich nicht eincremen konnte, weil meine Sonnencreme im Trinkrucksack im Megarucksack ausgelaufen ist und sämtliche Trinkblasen und -flaschen sehr penetrant nach Sonnencreme rochen. Glücklicherweise ging das ganz gut weg, denn Sonnencreme trinken (Sonnenschutz von innen, höhö) ist ja nicht so meins. Morgen früh nehme ich die Strecke nochmal, aber danach muss ich mir etwas mit weniger Asphalt suchen. Meine Wade war nicht so begeistert und ich habe nach knapp anderthalb Stunden (mit Fotopausen, sowas mache ich ja eigentlich nie, außer wenn ich so royal im Arsch bin wie heute) aufgegeben. Dafür dann noch eine Runde in den (salzhaltigen!) olympischen Pool mit einigen wenigen Mitstreiterinnen und Mitstreitern und genug Platz für schöne Technikübungen. TÜs auf 50 Meter einfach sind aber wirklich eine andere Nummer als auf 25 Meter. Trotzdem war es sehr schön, bis meine Beine zu krampfen begonnen haben und ich abbrechen musste. Für meinen Geschmack waren das vergangene Woche zu viele kleine Knicks im Trainingsplan, aber jetzt bin ich wieder gesund und guter Hoffnung, dass die Woche phänomenal wird.

Summa summarum: Ich kann durchaus verstehen, warum Lanzarote bei Triathleten so beliebt ist. Natürlich hat man zwischen den Städten Brachland so wie auf Teneriffa oder Madeira eben auch (wobei es da noch etwas grüner ist). Aber die Luft ist großartig, das Wetter ist spannend und es macht einfach Spaß, sich hier draußen zu bewegen. Und damit ich das morgen kann, setze ich hier jetzt einen Punkt unter den Beitrag, lade ihn ohne Bilder hoch und gehe endlich, endlich schlafen. Nächste Woche dann alle Details zur Insel!

 

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