Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 62: Rest Week zwischen den Race Weeks

Okay, eigentlich heißt es nicht Rest Week, sondern Recovery Week. Außerdem gilt ja „No Rest for the Wicked“, und zu der Kategorie zähle ich mich natürlich bekennenderweise auch. Aber genau wie beim Resteessen habe ich in diese Restewoche irgendwie hauptsächlich den Rest gemacht, der in den Wochen zuvor zu kurz gekommen ist, also zahle ich fünf Euro in die Wortspielkasse ein und nenne die vergangene Woche 62 einfach mal Rest Week.

Als normaler Mensch, bei dem nicht so viele Schrauben im Kopf locker sitzen wie bei mir, braucht man so eine Rest Week tatsächlich eher nicht. Aber – wie ich seit November gelernt habe – für ein strukturiertes und ergebnisorientiertes Triathlontraining ist es sinnvoll, nach drei Load Weeks mit steigender Trainingsbelastung eine Rest Week (oder eben Recovery Week) einzulegen, ob den Kopf freizubekommen und die Muskeln frisch zu machen. Wobei mein Dickkopf das Ganze weniger braucht als mein Körper (nämlich gar nicht, Hypermotiviertheit sei Dank), aber ich halte mich dran. Zumindest weitestgehend. Denn sonst könnte es schwierig werden mit dem großen Ziel für nächstes Jahr: Der Ironman Hamburg 2020. Seit 62 Wochen poste ich immer wieder sonntags einen meistens länger als gedachten Beitrag dazu, wie man Ironman-Training läuft und was ich auf dem Weg zum Ironman so alles erlebe – einschließlich Rennberichten und Materialphilosophieren. Den Rest der Geschichte gibt es hier: Woche 61, Woche 60Woche 59Woche 58Woche 57Woche 56Woche 55Woche 54Woche 53Woche 52 bis Woche 1 und Tag 1, und hier geht es per Zufallsklick zu einem beliebigen Beitrag.

Zwei Sätze in eigener Sache (na gut, eigentlich ist das ganze Blog hier eine Sache in eigener Sache): Das erklärte aktuelle Ziel ist die Teilnahme am Ironman Hamburg 2020 und ich freue mich über Unterstützung bei der Umsetzung dieses wahnwitzigen Vorhabens (hey, 2020 ist immerhin schon meine dritte Triathlon-Saison). Ein Klick auf das obige Bild führt zu meiner PayPal.me-Seite mit der Möglichkeit, mich einmalig flugs zu sponsern. Wer Lust hat, kann meinen Lagerbestand auf eBay reduzierenmir mit Material von meiner Amazon-Wunschliste aushelfen, die Werbeanzeigen auf meiner Website anklicken, mich als Freiberuflerin anheuern (Redaktion, Lektorat, Übersetzung und so manches mehr), meine Fragen auf Quora anklicken und beantworten, oder meine neue Facebook-Seite liken. Auf Wunsch namentliche Erwähnung (oder nicht). Besten Dank!

Rest Week ohne Recovery

So richtig ist das Recovery-Barometer übrigens leider nicht nach oben gestiegen, weil der reduzierte Sportstress (im Sinne von Belastung für den Organismus oder TSS) durch erhöhten Arbeitsstress kompensiert wurde und das mit dem Schlafen mal wieder nicht so gut funktioniert hat diese Woche. Damit reihen sich Restorate und Snoooze in die Reihe der Dinge ein, die absolut gar nichts bringen, damit ich wieder besser schlafen kann (neben Melatonin, L-Tryptophan, Lasea, Baldriparan und Vivinox „Stark“). Falls jemand einen Tipp hat, was ich mir probeweise sonst noch so reinziehen könnte, um den Schlaf anzukurbeln, dann gerne her damit.

Dafür ist Urlaub Ende Juli/Anfang August zur MD in Regensburg in Sicht, sowie Ende August/Anfang September zur LD in Köln. Und während ich gerade abwechselnd den Livestream des IM Klagenfurt und vom Challenge Roth ansehe, wirbeln noch tausend andere tolle Saison-Highlights durch meinen Kopf, für die ich mir auch noch dieses Jahr Urlaub nehmen könnte. Der Marathon in NYC wäre so eine Idee (über Reiseveranstalter kann man noch Plätze bekommen und einer davon bietet Unterkunft in meinem Lieblings-Hostel in NYC an, dem West Side YMCA mit Riesenfitnesscenter… außerdem könnte ich dann meinen Geburtstag ein paar Tage später in meiner heimlichen Lieblingsstadt verbringen), oder der Ironman in Cozumel mit HHT (ja, ich weiß, ich will doch bis zum IM Hamburg 2020 damit warten), das Long Course Weekend auf Mallorca, der IM 70.3 Lanzarote (WIND! YEAH!), der Azores Triton World Series-Triathlon (auch auf mehrere Tage verteilt und yeah, Sao Miguel!), Challenge Mallorca und natürlich der München Marathon als pragmatische Low-Budget-Lösung. Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich Cozumel machen. Oder NYC. Oder Azoren. Oder Lanzarote. Oder Mallorca. Oder alles auf einmal!

Hitzefantasien in der Rest Week: Noch mehr Rennen!

Noch ein weiteres interessantes Event wäre – für nächstes Jahr vielleicht – der Megathlon am Bodensee. Im Triathlon-Podcast hat schon einmal jemand von dieser exotischen Sportart berichtet; aber dafür bräuchte ich noch Inline-Skates und ein MTB. Es gibt auch eine Variante mit Kajakfahren (nicht am Bodensee), das wäre natürlich für mich Bewegungsgrobmotorikerin genau das Richtige. Und zwischendrin könnte man noch bei den Schwimmbewerben des arena Alpen Open Water Cup starten – z.B. in Kufstein am 11.08. und am Tegernsee am 07.09. – oder auch beim Freiwassercup Bayern am Wörthsee am 27.07., weil mehr OWS sowieso das erklärte Ziel ist.

Und nachdem ich jetzt weiß, dass Hamburg 2020 schon am 21.06. stattfinden wird, lässt das für den Rest der Saison noch weitere Größenwahnsinnsfantasien zu. Walchsee Challenge Swim eine Woche später? Bestimmt eine ganz großartige Idee (bitte die Ironie beachten). Gesetzt ist auf jeden Fall ein Start als Staffelschwimmerin beim Challenge Roth am 05.07.2020 (die ganze Atmosphäre am Walchsee, das Drumherum und die Action von Frank Horras auf Facebook haben mich aber sowas von angesteckt), damit ich dann am 06.07. anstehen kann für einen Startplatz im Jahr 2021. Und wenn es mir nach Hamburg gut geht, wer weiß, was ich dann sonst noch vorhabe… Und wie so oft in den letzten Monaten frage ich mich auch heute wieder, warum ich mit dem ganzen Sport nicht schon 2012 angefangen habe, als ich gerade wieder frisch zurück in Deutschland war. Bleibt nur zu hoffen, dass ich die Langdistanz dann wirklich auch so sehr genieße, wie ich mich jetzt im Vorfeld schon darauf freue.

Ach ja, apropos Hamburg: Ich vermute, dass die Wasserqualität einer der Faktoren sein könnte, warum die Veranstaltung jetzt einen Monat früher stattfindet. Infos zum aktuellen Zustand des Wassers (das alle irgendwie als Brühe bezeichnen) findet man hier. Den Rest des Ironman-EMEA-Race Calendars gibt es ergänzend dann noch hier.

Rest Week-Flashback zum Race Day und neue Familienmitglieder

Natürlich habe ich mit großer Vorfreude das Fotopaket von Challenge Walchsee Aquabike bestellt & heruntergeladen, sobald es verfügbar war. Bei dem grandiosen (heißen) Wetter waren die Bedingungen für tolle Fotos tatsächlich optimal – und zwei kostenlos nutzbare random-Walchsee-Fotos gab es im Paket noch dazu, tadaah:

Die Kulisse ist wirklich einfach traumhaft schön – und irgendwann mache ich dort auch nochmal die volle Halbdistanz. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollte auch einmal einen Blick auf die Fotos von Sabine Wischmeier werfen, die ziemlich viel geknipst und richtig gute Fotos gemacht hat. Bitte dann auch nicht vergessen, ihr per PayPal einen Kaffee ein Bier dafür auszugeben.

So dynamisch, wie ich auf diesem Foto aussehe, habe ich mich zwischendurch auch tatsächlich gefühlt – UltraSports Buffer und Maurten 320 sei es gedankt. Wohoo! Und ja, ich habe auf dem Rad irgendwie IMMER den Mund offen. Mir wird eine Woche später immer noch ganz warm ums Herz, wenn ich an die Veranstaltung denke (und das liegt nur zu 50% an der sengenden Mittagshitze). Werde ich etwa sentimental auf meine bald-eine-neue-AK-erreichenden Tage?

Okay. Was macht man denn aber sonst noch so in einer Rest Week, wenn man Hummeln im Hintern hat, aber nicht so viel trainieren darf, wie man möchte? Ja, man überlegt sich ein paar neue, sinnvolle, aber trotzdem noch ein bisschen witzige Seiten für diese Seite (coming soon: Meine zwei Cent zu Triathlon-Packliste, Race Plan, Triathlon-Life-Hacks und die besten Anfängerfehler), befüllt die neue Facebook-Page und überlegt sich, wofür man denn noch Geld ausgeben könnte. Hmm… Kleiner Blick in den Schuhschrank:

Da könnte doch mal wieder ein neues Paar her! Den Brooks Ghost 11 GTX habe ich bei SportScheck leider retournieren müssen, weil meine Füße mit dem Schuh nicht warm geworden sind. Im Kraichgau hatte ich vor ein paar Wochen aber noch ein anderes Modell an den Füßen, das für meine Bedürfnisse (Support zwecks Überpronation) ziemlich gut geeignet war: Der HOKA ONE ONE Arahi 13. Und der fühlt sich mit der besagten Marathonschnürung wirklich gut an:

Fragt sich nur, wie man die Marathonschnürung dann mit den Gummibänderschnürsenkelersatzdingern hinbekommt, aber auch das wird schon irgendwie funktionieren. Ich darf an dieser Stelle zu meiner großen Freude erwähnen, dass ich meinen alten Tri11-Neo (neben ein paar anderen Dingen, ebay sei Dank) spontan superfix losgeworden bin und nach dem Kauf der Schuhe sogar noch ein paar Euro übrig hatte… und zwar für die nächste Investition! Nein, immer noch keine neuen Laufräder (D. ist aktuell in Roth und die Laufradprobe steht immer noch aus) – dafür aber etwas, das mindestens genauso badass aeromäßig daherkommt und noch dazu sinnvoll ist (!): Ein neuer Helm!

Tadaah! Das ist der Giro Vanquish, also das Zeitfahrmodell von Giro ohne Schweif. Mit Schweif wäre irgendwie Overkill, dafür müsste ich erstmal schneller fahren könnten (dasselbe gilt für 80er Felgen oder ein Scheibenrad – das brauche ich definitiv jetzt noch nicht). Der Helm ist aber brutal genial, abgesehen von der Tatsache, dass die Unterkante des Visiers ein bisschen scharf ist und ich mir daran beim Schneuzen einen Fingerknöchel angeritzt habe. Man sieht damit tatsächlich echt ziemlich professionell aus und dank Visier fliegt mir jetzt garantiert keine Kontaktlinse mehr aufgrund des Seitenwinds aus dem Auge. Herrlich! So, genug Geld ausgegeben, jetzt noch zum Recap der Woche.

Rest Week Recap: Zur Abwechslung war wirklich wenig los

Am Montag war ich nach einer wirklich schlechten Nacht erstmal wieder ziemlich müde. Wenig überraschend, also Augen zu und durch. Die erste Einheit des Tages war ein lockerer Lauf und immerhin ist mein „locker“ jetzt wieder flotter als vor ein paar Monaten bei gleichbleibender Müdigkeit, das werte ich als signifikanten Fortschritt. Danach ging es ins Gym für Intervalle – diesmal mit der Challenge-Swim-Badekappe, die tatsächlich weitaus bequemer ist als das Kraichgau-Ding (sorry, Ironman!). Und natürlich hatte ich die Athletenbändchen noch an und natürlich hatte ich nach dem Training für den Weg nach Hause auch das Challenge-Finishershirt an. Langsam verstehe ich, warum die Leute dauernd mit dem Dingern herumlaufen – es fühlt sich einfach echt gut an.

Am Dienstag war dann eine kurze Radeinheit angesagt, die ich aufgrund Anreise zum Perlacher Forst und Heimreise ein bisschen verlängert habe (merke: Je kürzer die erlaubte Einheit, desto mehr Anreiseminuten kommen natürlich hinzu, um das Vergnügen zu verlängern, höhö). Diesmal habe ich es tatsächlich geschafft, das prestigeträchtige Titty Twister Tuesday-Segment ohne Verfahren zu fahren und habe mir dort den Pokal für Platz 2 geholt (ok, von insgesamt 2 Frauen, aber hey, egal!). Das 50-Kilometer-Segment ist eigentlich ein ziemlich cooler Benchmark für das Messen der Radleistung, weil mit 160 Höhenmetern auch ein paar Wellen und kleinere Hügel hat, an denen ich zumindest meine Drückerfähigkeiten üben kann. Die Top Neun der Männer liegen auf dem Segment übrigens nur 6 Sekunden auseinander (verteilt auf zwei Gruppenfahrten innerhalb von drei Tagen letztes Jahr im Juni). Mich fasziniert so etwas ja ungemein. Gibt es eigentlich noch mehr solche Segmente? Hoffentlich! Die Fahrt am Dienstag war jedenfalls noch ohne den tollen neuen Helm und daher natürlich ausbaufähig – obwohl ich gut geschlafen hatte (1 von 7 Nächten diese Woche, yeah!). Das Wetter war ziemlich schwül und der Verkehr in München ziemlich scheiße, aber das kennt man ja.

Am Mittwoch begann der Rest Week Day mit noch mehr Rest, denn ich habe mich im Gym mit J. von sub66 getroffen, um eine Atemgasanalyse im Ruhezustand zu machen und eine Probeschwimmstunde, damit mal wieder jemand auf meine Schwimmversuche draufschaut, der Ahnung hat. Die Analyse bestand darin, dass ich eine halbe Stunde auf der Terrasse im Gym liegen und in eine Maske atmen durfte. Sehr entspannend. Die Analyse ergab dann, dass meine Fettverbrennung überhaupt gar nicht da ist, wo sie eigentlich sein sollte. Gründe dafür sind, ganz grob gesagt: zu wenig Sport oder zu viel Stress mit zu wenig Erholung (Bingo!). Wobei auch da gesagt werden muss, dass Sport ja nur einer von vielen Stressoren ist und es grundlegen darum geht, die Balance zwischen Anspannung und Entspannung herzustellen, und das konnte ich auch phasenweise in Zeiten nicht, in denen ich keinen Sport getrieben habe – aber zwischendurch konnte ich es, was mit großartigem Schlaf und phänomenalem Gewichtsverlust belohnt wurde und diese Balance brauche ich einfach wieder. Nur: Mit dem Holzhammer geht das nicht und ein „ich muss mich jetzt entspannen!“ bringt auch nix. Also: dranbleiben und die kleinen Erfolge feiern.

Wie zum Beispiel die Tatsache, dass sich das Überkreuzen (also: zu eng eintauchen) meines linken Armes mittlerweile erledigt hat. J. meinte sogar, er habe noch nie (oder zumindest selten) jemanden gesehen, der so breit eintaucht wie ich. Großes Grinsen, aber natürlich ist das für das effektive Fortkommen im Wasser auch nicht das Nonplusultra. Außerdem sagte J., ich läge sehr flach im Wasser und beschrieb mir dann die zwei unterschiedlichen Schwimmschulen, die es zum Thema Wasserlage so gibt: A) flach im Wasser liegen und den Kopf nach unten richten und B) Brust rausstrecken, Becken kippen und 1-2 Meter nach vorne schauen, anstatt nach unten. Nachdem ich bislang eher A) gemacht habe (und mich das nicht weiterbrachte), haben wir B) ausprobiert und siehe da, ich liege ruhiger im Wasser und habe mehr Körperspannung, außerdem tauche ich nicht mehr so megabreit ein, weil ich meine Hände in den Augenwinkeln sehen kann. Toll! Mein unterer Rücken ist zwar noch nicht so ganz begeistert davon, aber das übe ich jetzt einfach mal und schaue, was passiert.

Außerdem muss ich mehr „enteln“, weil ich den Armzug nicht voll durchziehe und ich muss den Armzug mehr vor meinem rotierenden Körper durchführen anstatt daneben. Und zu guter Letzt haben wir uns um den Beinschlag gekümmert, der bei mir ja so ein „naja, ich bewege halt irgendwie die Beine“ ist. Ich erinnere mich, dass ich über all diese Sachen auch schon mit dem Coach gesprochen habe, aber zwischendurch setzt halt das Sportler-Alzheimer ein und man kann auch einfach nicht immer an alles denken… bzw. ich. Jedenfalls habe ich jetzt den passenden Rhythmus im Kopf: EINS-zwei-zwei, EINS-zwei-zwei… Ein starker Schlag mit dem diagonal dem aktuell eintauchenden Arm gegenüberliegenden Bein und dann zwei kleine Minibeinschläge. Das habe ich in der anschließenden Schwimmsession auch gleich bis zur Vergasung geübt und Stand Sonntag klappt es rhythmisch gesehen schon ganz gut – wenn ich langsam schwimme. Bei den Intervallen noch nicht so sehr, aber hey, es ist ein Anfang! J. ist übrigens ein echt großartiger Coach/Trainer, also unbedingt mal auf seine Seite schauen.

Danach folgte noch eine Stunde lockeres Pedalieren auf dem Spinningrad, weil ich für die Over/Unders einfach zu müde war. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, ich schiele gerade auf den morgigen, sehr, sehr leichten Montag dafür…

Am Donnerstag ging es zuerst auf die Straße für 10 Kilometer Easy + Every/Other. Die liefen gar nicht so schlecht, aber der erste Kilometer fühlt sich bei jedem Lauf einfach noch wahnsinnig brutal beschissen an. Laufen direkt nach dem Radfahren ist einfach angenehmer. Anschließend nochmal eine Fleißrunde im Gympool, um Beinschlagrhythmus und neue Wasserlagenposition weiter zu verinnerlichen. Am Freitag dann Schwellenintervalle auf dem Spinningbike (bei denen ich mich wie immer verzählt habe – 7, 5, 3 und 2 Minuten mit je 3 Minuten Pause sind eigentlich nicht so schwer zu zählen, aber wenn die Gedanken abschweifen, dann schweifen sie eben ab. Danach eine lange Schwimmsession inklusive 6×300 Medley – der Coach hat mir den Wunsch nach MEHR SCHWIMMEN definitiv jetzt für diese und die kommenden Wochen erfüllt. Wohoo!

Am Samstag ging es endlich mit dem neuen Helm und dem frisch geputzten TT (nach der Ausfahrt am Dienstag war es ziemlich eingesaut, Montatsunwetter sei Dank…) wieder on the road und wieder zum TTT-Segment (Abbildung ähnlich / Symbolbild / Serviervorschlag… ich weiß, ich bin heute wieder ganz besonders lustig). Am Ende ganze drei Minuten schneller, wohoo. Das ist… gar nichts. Aber gut, in einem Monat sehen wir uns dann wieder und dann schauen wir mal, ob ich da noch ein paar Minuten rauskitzeln kann. Die neue Position ohne den letzten Spacer hat sich mittlerweile auch eingegroovt, sagt zumindest mein Rücken, und TrainingPeaks spuckt mir nach wie vor Rekordmedaillen für getretene Wattwerte aus (das macht wirklich wahnsinnig viel Spaß mit diesen geilen Pedalen, vor allem wenn da Zahlen stehen wie 472 Watt, höhö). Danach dann ein harter Koppellauf mit 15 Minuten hart, 15 Minuten easy. Dabei kamen heraus: 10 Minuten hart, 5 Minuten nicht mehr ganz so hart und 15 Minuten easy – einschließlich der zweitbesten Leistung für zwei Meilen laut Strava, und einen Pokal gab es auch noch, das ist wie immer der Vorteil, wenn man da läuft, wo sonst niemand läuft. Und insgesamt gewöhnen sich meine Beine jetzt tatsächlich an dieses „hart“, zumindest geht es immer besser. Ein schöner kleiner Lichtblick!

Der Sonntag sah um 6 Uhr morgens (ja, ich war da schon wach, weil irgendwelche Nachbarn anscheinend ihre AfterHour nach Hause verlegt hatten und dementsprechend Lärm gemacht haben) noch harmlos aus, aber das angesagte Gewitter verdunkelte dann gegen 8 Uhr schön zuverlässig den Himmel, als ich gerade bei Kilometer 7 meines Easy-12-Kilometer-Laufs war. Und der Regen war richtig, richtig genial – die Beine fühlten sich auf einmal besser an, der Lauf war nicht mehr zäh, sondern richtig angenehm. Es ist grandios, wenn man auf einmal nicht mehr denkt „Das sind nur 12 Kilometer, Du schaffst das, Du bist schon tausendmal weiter gelaufen als 12 Kilometer“, sondern „WHOA, GEIL! LAUFEN! EINHÖRNER! GLITZER! WARUM DARF ICH NUR 12 KILOMETER LAUFEN?“. 13 sind es dann geworden und die 21 hätte ich aber sowas von locker gepackt. Ach, fühlt sich das schön an! Und nachdem ich wieder an Stellen gelaufen bin, die nie ein Mensch zuvor erlaufen hat (bzw. selten), gab es auf den drei Segmenten der Strecke gleich drei Pokale! Whoa! Motivation!

Die eigentlich angesetzte OWS-Session fiel dann aufgrund des Gewitters flach und ich bin ins erstaunlich leere Gym geschluft (waren die etwa alle in Roth oder in Klagenfurt? Man weiß es nicht!). Im Wasser hat mich die Müdigkeit dann eingeholt, aber für lockeres Kraulen, Intervalle mit Pullbuoy, Kraulen/Delfin/Brust im Wechsel und nochmal Pullbuoy-Intervalle hat es noch gereicht. So – neue Nacht, neues Glück, vielleicht sorgt die gemäßigte Temperatur mal wieder für eine erholsame Nacht.

Und das übliche Wort zum Schluss: Lustiges mit Bildern & Videos gibt es regelmäßig auf meiner brandneuen Facebook-Seite – jetzt liken oder followen und zweimal täglich etwas zum Schmunzeln in der Timeline haben:

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