Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 60: Rennbericht Triathlon Erding (OD)

Schwuppdiwupp – hier kommt der Rennbericht zum Triathlon Erding. Schon wieder eine Woche, die rasend schnell vergangen ist und schon wieder eine großartige Olympische Distanz in den Beinen. Diesmal aus dem vollen Training… voll aus dem Training… Irgendwie so. Wie das aussieht, ob es funktioniert hat und was es mit der neongelben Rakete auf sich hat? Das erfahrt ihr hier!

Vor dem Rennbericht zum Triathlon Erding kommt natürlich wie immer ein bisschen Vorgeplänkel. Zum Beispiel könnte ich mal wieder über das Wetter philosophieren, das sich diese Woche in den Bereichen „Sommersonne“ bis „Weltuntergangsgewitter“ bewegt hat – und pünktlich zum Sommeranfang am 21.6. war natürlich wieder Scheißwetter. Natürlich haben die Wetterturbulenzen dann wieder zur Folge, dass man gefühlt alle halbe Stunde die Wettervorhersage für Erding und für Walchsee (das ist ja auch schon nächste Woche!) aktualisiert. Auf zwei verschiedenen Wetter-Websites. Und auf Facebook. Man hat ja sonst nichts zu tun. Noch dazu steht im 2020 Race Opening Calendar von Ironman noch kein Termin für den Ironman Hamburg fest – mein erklärtes Ziel für nächstes Jahr, falls es nicht wieder anders kommt, während man schön vor sich hin plant. Bis dahin haue ich munter weiter immer wieder sonntags in die Tasten und berichte von meinen Trainings(miss)erfolgen und den Rennen auf dem Weg zum Ironman. Nachzulesen hier: Woche 59, Woche 58, Woche 57Woche 56Woche 55Woche 54Woche 53Woche 52 bis Woche 1 und Tag 1, ansonsten geht es hier per Zufallsklick zu einem beliebigen Beitrag.

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Planen, planen, planen… Macht das außer mir noch jemand so exzessiv?

Ich bin ein Planungsfreak. Ein Organisationsfetischist. Ich bin über Google Maps, Expedia und Lufthansa mindestens schon fünfmal rund um die Welt gereist. Ich wüsste ganz genau, in welchem Hotel auf Big Island ich wohnen wollen würde (allein schon wegen des Namens – wo sind die Nerds, denen Kamehameha noch etwas sagt?). Und am liebsten würde ich jetzt schon sämtliche Stationen meines Fünf-Jahres-Hawaii-Quali-Plan planen. Geht natürlich nicht. Allein schon deshalb nicht, weil gar nicht klar ist, welche Mittel- und Langdistanzen es in diesem Zeitraum überhaupt noch/wieder/neu geben wird. Trotzdem freue ich mich jetzt schon tierisch darauf, ein paar Destination Races als getarnte Urlaube sowie Trainingslager zu organisieren und Europa nochmal von einer anderen Seite zu entdecken. Anyways – was ich eigentlich sagen wollte: Nachdem der Laufradtausch mit J. super geklappt hat, ziehen wir in Erwägung, nächstes Jahr mal irgendwo eine Staffel gemeinsam zu machen (wobei ich Schwimmen & Laufen werde und er uns auf dem Bike dann aufs Podium katapultiert, no pressure, haha). Genial wäre es gewesen, das dieses Jahr schon beim Ironman Italy zu machen, da ich dieses Jahr sowieso noch einen Marathon laufen will (geplant ist – natürlich schon – der Marathon in München aus hauptsächlich pragmatischen Gründen – und der hat sogar einen eigenen Song?! – und hier ein Startplatzgewinnspiel! Wohoo!) – aber leider gibt es beim Ironman Italy keine Staffeln. Warum! Und der Ironman Barcelona auch nicht. Warum! Okay, das läuft uns nicht davon. Aber trotzdem. Es gab auch auf Facebook ein paar Anfragen für Staffelläuferinnen, aber bevor ich den Coach fragen konnte, ob ein Marathon mitten in der Wettkampfsaison eine gute Idee ist (ist er natürlich nicht), waren die Staffelplätze schon wieder weg. Aber hier der offizielle Aufruf: Falls jemand eine Staffelpartnerin für Swim + Bike oder Swim + Run sucht: I bin dabei!

Noch mehr Planung – allerdings für die kommende Woche

Am Freitag mache ich mich dann also mit Sack & Pack auf zur Challenge Walchsee. Davor bin ich nochmal im Radlabor zum Fitting-Checkup und um neue Pedalplatten an die Radschuhe dranzupacken und um die Favero Assioma Duo-Wattmesspedale an mein TT zu packen. Ich bin nicht ganz sicher, ob der Knubbel mit dem Akku auch Auswirkungen auf die Breite der Pedale hat, aber das werden wir am kommenden Mittwoch dann sehen. Eigentlich hätten die über ebay-Kleinanzeigen gekauften Schätzchen schon längst da sein sollen, aber der Verkäufer hatte leider bei der Hausnummer einen Zahlendreher drin und DHL hat mich deshalb nicht gefunden. Sehr nett fand ich, dass der Verkäufer dann direkt angerufen hat und wir einen wirklich netten Ratsch über Wattmesspedale hatten. Ebay-Kleinanzeigen kann zwar Horror sein, muss es aber nicht. Außerdem treffe ich mich mit J von sub66 (unbedingt mal seine Excel-Schwimmzeitenauswertungen anschauen, da schlägt das Datennerd-Herz höher) für eine Grundumsatz-Spiroergometrie, nachdem die Spiro, die ich bei der Leistungsdiagnostik im Oktober gemacht habe, zwar jede Menge tolle Kurven ergab, aber keinerlei brauchbare Informationen hinsichtlich meines Grundumsatzes. Das heißt, dass ich an den beiden Tagen zuvor genau tracken muss, welche und wie viele Nährstoffe ich zu mir nehme, um das für eine künftige Messung genau replizieren zu können. Ich bin ja relativ ausgewogen mit reduzierten KH unterwegs, aber die Makronährstoffverteilung mache ich tatsächlich Pi mal Daumen (passt irgendwie nicht zum Planungsfreak, aber irgendwo muss ja mal Schluss sein). Vielleicht gewöhne ich mir das damit dann aber auch dauerhaft an. Alright, genug zur Zukunft, springen wir mal kurz in die letzte Trainingswoche, denn die war schon ziemlich gut!

Happy Load Week!

Ich kann mir diese Woche gar nicht genug auf die Schulter klopfen: Fast alle geplanten Einheiten liegen im grünen Bereich, sprich ich habe fast nie überzogen und bis auf einmal 12 Kilometer Radfahrt zum Laufradtausch und einmal 10 Minuten Neoschwimmen keine Extra-Einheiten eingebaut. Ich sag nur #goals. Nein, #lifetimegoals! Und nachdem ich den Part bis Samstag tatsächlich gerade auch am Samstagabend schreibe (während draußen schon wieder gewittermäßig die Welt untergeht, haha!), bin ich gespannt wia a Zeiserl wenn’s blitzt (na gut, das stimmt nicht ganz, aber das passte so gut zum Gewitter – das Vogerl in dem Spruch guckt tatsächlich eher verdutzt, aber vielleicht werde ich das morgen ja auch tun?) – also gespannt, wie sich das auf meine Performance morgen beim Stadttriathlon Erding auswirkt, der dann im Rahmen dieser Load Week einfach eine Trainingseinheit ist – zumal ich morgen Abend nach der Sause sogar noch 70 Minuten laufen gehen darf. Aber der Reihe nach:

Am Montag war ich erstmal etwas verdutzt (jetzt könnten wir das Zeiserl bemühen, aber der arme Vogel muss jetzt ja auch nicht für alles herhalten). Ich bin ja am vergangenen Sonntag seit Langem wieder einmal 25 Kilometer gelaufen und dachte eigentlich, dass der Montag quasi wie immer dann langes Schwimmen + entspanntes Kurbeln beinhalten würde. Weit gefehlt! Für Montag standen nämlich nochmal 15 Kilometer GA1 auf dem Plan! Meine Beine haben mich erstmal ein bisschen ausgelacht, dann aber doch brav ihren Dienst verrichtet. Mein übliches Mantra „wenn Du weiter laufen willst / müde bist und laufen willst, dann musst Du halt langsamer laufen, dann geht das schon“ hat wunderbar funktioniert. Oder vielleicht finden meine Beine einfach aufgrund des höheren Laufvolumens der vergangenen Woche wieder den Spaß am Laufen – gewünscht hatte ich es mir ja, dass wir mehr laufen, damit es sich wieder leichter anfühlt. Es lief dann sogar so gut, dass ich die letzten zwei Kilometer nach Hause auch noch gelaufen bin. Ich liebe Laufen! Ist das schön!

Die Schwimmsession danach im Prinzregentenbad war dann nicht mehr ganz so grandios, aber das hatte auch zwei Gründe: 1.) Fehlende Power in den Armen und 2.) MEIN SWIM SKIN IST UNTERHALB DES REISSVERSCHLUSSES EINGERISSEN! WAS ZUR HÖLLE! Ich schwöre, dass ich nichts anders gemacht habe als sonst und nein, zugenommen habe ich auch nicht! Bei ROKA hat man dann nach etwas Hin und Her meine Bestellung glücklicherweise gefunden und ich muss am Sonntag ein Bild von dem in zwei Hälften zerschnittenen Swim Skin einschicken, damit ich hoffentlich bis Donnerstag einen Ersatz bekomme. Wenn Erding ein Neo-Schwimmen ist (und aufgrund der Gewitterlage denke ich nicht, dass das Wasser mehr als 24°C haben wird), werde ich das Zerschneiden höchst feierlich vor der OD morgen zelebrieren und allen erzählen, dass ich vor jedem Triathlon einen Swim Skin für schnellere Schwimmzeiten opfere. Haha.

Dienstag bis Freitag im Schnelldurchlauf… mit Neo-Lauf

Am Dienstag waren dann knapp 3 Stunden auf dem TT angesagt mit Race-Pace-Efforts für IM (2×20 Minuten), HIM (2×15 Minuten) und OD (2×10 Minuten). Von Montag auf Dienstag hatte ich eine der beschissensten Nächte überhaupt (meine Vantage V hat in der Nacht 7% Aktivität gemessen! Normalerweise stehe ich mit NULL PROZENT auf…) und war dementsprechend Matsch, was sich bei einer maximalen Herzfrequenz von 136 sehr deutlich geäußert hat. Zu allem Überfluss bin ich mit den Radschuhen in irgendwas nicht sehr gut Riechendes reingestiegen, als ich für eine kurze Verschnaufpause im Unterholz verschwunden bin. Danach ging es dann für ein Kickset wieder ins Prinzregentenbad (und ein Teammitglied dort weiß mittlerweile auch schon über meine Triathlon-Ambitionen Bescheid, liebe Grüße, falls sie das liest), bei dem mir zum ersten Mal überhaupt im Wasser so richtig schwindlig war. Auf dem Rücken liegend kicken war dementsprechend ausnahmsweise eine echte Herausforderung, und zweimal 50 von insgesamt neunmal habe ich dann auch auf dem Bauch liegend gemacht, um das in den Griff zu bekommen (und zumindest ansatzweise in einer geraden Linie zu schwimmen). Aber hey, das kann auch im Rennen mal passieren, also Augen zu (bzw. auf!) und durch. Die Überraschung zum Schluss war dann, dass ich die 5×100 mal wieder schneller als je zuvor geschwommen bin. Verstehe das, wer will, ich verstehe es nicht. Aber ich freue mich tierisch!

Mittwoch und Donnerstag waren dann ziemlich ereignislose und lockere Tage. Wobei die 2×15 Minuten und 2×12 Minuten Tempo-Intervalle vom Mittwoch eigentlich nicht locker gedacht waren, aber sehr schnell vorbei und müdigkeitsbedingt auch am unteren Rand der geforderten Wattzahlen. Am Donnerstag war ich ein bisschen neidisch auf alle, die lange Radausfahrten machen durften, aber die Aussicht auf Köln sorgte dann für die nötige Disziplin, stattdessen den geplanten Tempolauf (Tempo ist wie immer relativ…) und ein Stunde Krafttraining (Supersätze, 12 Wiederholungen) durchzuziehen. Nachmittags ging dann sowieso auch die Welt draußen unter und ich stand dann im Regen draußen auf dem Balkon, um meine Radschuhe zu säubern, also hatte ich auch so einen ganz wunderbaren Tag. So sauber waren die Dinger glaube ich noch nie.

Am Freitag war das Training in Vorbereitung auf das harte Wochenende immer noch ziemlich entspannt. Ich hatte für meine Verhältnisse nahezu bombastisch gut geschlafen und deshalb waren die 60 Minuten Over/Unders auf dem Spinningbike auch die reinste Freude. Die Herzfrequenz ging bis auf 165 hoch, also quasi normales Leistungsniveau. Grandios! Danach dann ein schönes langes Schwimmset mit viel Technik, bei dem ich nur zwischendurch einmal das Zählen verlernt habe und so bei 3 Kilometern statt 2,2 gelandet bin. Mein absolutes Highlight am Freitag war dann aber tatsächlich der neue Neo!

Vom Budget des CX-Verkaufs ist ja noch ein dicker Batzen übrig und ich hatte mir aus Neugierde ein Modell von ROKA bei Wiggle bestellt, das um sagenhafte 40% reduziert waren (ok, das Ding kostet neu 850 Euro, da sind 479 Euro mit Rabatt immer noch saftig, aber wie könnte ich jemals so einem Rabatt widerstehen?). Bis auf meinen geliebten, aber nicht ganz so eng sitzenden Tri11 AIR hatte ich bis dato noch nie einen anderen Neo probiert – aber da der ROKA Swim Skin super passt (wenn er nicht gerade AUSEINANDERREISST, ARGH!), dachte ich mir, dass der ROKA-Neo vielleicht auch für meine 1,85 Meter Nicht-Elfenstatur geeignet sein könnte. Und siehe da: Dank des vollen Körpereinsatzes einer zweiten Person haben wir es innerhalb von einer Viertelstunde geschafft, mich in das Ding reinzukriegen. Und natürlich musste ich dann nochmal ins Gym traben, um eine kurze Runde damit zu schwimmen, denn vorne am Hals fühlt er sich doch ein bisschen eng an, weil er eben wie eine zweite Haut sitzt.

Ich bin ja schon in vielen seltsamen Outfits von mir zuhause in mein Gym gelaufen (z.B. einmal mit Farbpigmenten bedeckt von einem Holi-Festival kommend, als das noch ganz neu war und ich dann lieber im Gym statt zuhause duschen wollte), aber im Ganzkörpergummi / Neoprenanzug dann doch noch nie. Auf den Straßen war auch entsprechend viel los und die Blicke waren tatsächlich ziemlich lustig, die man mir – stoisch mit Sonnenbrille und Sporttasche in Richtung Gym trabend – so zugeworfen hat. Tja, da müssten die Leute mal morgen kommen, wenn über 1.500 solcher Ganzkörpergummis durch die Gegend laufen!

Im Pool hatte ich ab dem ersten Zug dann das Gefühl, dass der Neo eigentlich von selbst schwimmt. Der Auftrieb an den Hüften und Oberschenkeln ist nochmal so viel krasser als bei meinem TRI11 AIR, dass ich vor Begeisterung fast ersoffen wäre. Die ersten 100 bin ich dann – vorermüdet, wohlgemerkt – mal eben locker flockig im „so-schnell-wie-fast-noch-nie“-Modus geschwommen, dann 250 locker, aber immer noch schneller als normalerweise, und dann nochmal 100 so-schnell-wie… ja, ihr wisst, was ich meine. Das heißt im Endeffekt: Das Ding bleibt. Und ich ziehe nie wieder etwas anderes an – äh, zum Schwimmen an. VORAUSGESETZT, dass ich das Ding morgen selbst irgendwie anziehen kann. Aber da die Damen erst um 11:45 Uhr starten, habe ich dafür hoffentlich genug Zeit (Race Briefing ist um 10:30 Uhr und bis dahin ist hoffentlich alles eingecheckt). Glücklicherweise ist V. auch mit dabei und Babypuder ist auch eingepackt, so dass ich das Ding hoffentlich anbekomme.

Abends ging es dann noch in den Münchner Norden zum Treffen mit J., um die Laufräder wieder auszutauschen. Nachdem der Weltuntergang anscheinend vorbei war, zog J. dann mit seiner neongelben Rakete los und ich sprintete nach besten Kräften hinterher, wurde aber zweimal von Stadtradlern ausgebremst. Zitat J.: Du hinkst immer hinterher. Story of my Gruppenfahrten-Life in der ersten Jahreshälfte 2018, haha! Auf halbem Weg bin ich dann Richtung zuhause abgebogen, während J. leider weiter südlich in den nächsten Weltuntergang reingerollt ist. Wie war das mit Sommeranfang?

Samstag, oder: Training und Triathlon-Packen statt Tapering

Wenn ich am Montag schon verdutzt auf meinen Plan geguckt habe, dann war die Verdutzung (warum gibt es das Wort eigentlich nicht?) am Samstag sogar noch größer. Ja, natürlich schaue ich mir den ganzen Wochenplan schon am Anfang der Woche an (hallo, ich muss doch meine Tage planen!), aber die Dramaturgie gebietet es, dass ich jetzt nochmal explizit auf die Samstagsverwirrung hinweise. Bitte spannungsgeladene Filmmusik vorstellen. Denn anstatt für den Triathlon Erding zu tapern, ging es volle Kanne an einen wunderbar langen Trainingstag: Fünf Stunden radeln und dann 30 Minuten Koppellauf, davon 10 Minuten hart und 20 Minuten easy.

Ich wollte eigentlich ambitionierte 138 Kilometer mit 900 Höhenmetern um den Ammersee fahren (Walchsee lässt grüßen mit über 1.000 Höhenmetern!), oder wellig nach Südosten fahren, aber da die Wettervorhersage mal wieder Gewitter ansagte und ich außerdem kotzschlecht geschlafen hatte, habe ich auf 141 Kilometer flach (400 Höhenmeter) nach Norden umgesattelt. Allerdings sah der Himmel um 7:30 Uhr morgens zum Start dermaßen friedlich aus, dass ich mich mal wieder gefragt habe, warum ich überhaupt Wettervorhersagen anschaue. Die ersten 60 Kilometer sind irgendwie superschnell verflogen, Podcast im linken Ohr und Verkehrsarmut sei Dank. Irgendwann waren mal 15 Kilometer ein bisschen zäh, aber ansonsten dachte ich mir nach den 141 (mit 8 Salztabletten, 2 Gels und 1 Roobar-Miniriegel), dass ich eigentlich noch locker die 39 auf 180 hätte weiterfahren können. Eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu März und April – vielleicht verabschiedet sich die Fatigue ja doch irgendwann und ich kann wieder aufdrehen.

Nach einer kurzen Umbauphase, äh, Umziehphase ging es dann wieder auf die Straße für den 30-Minuten-Lauf. Bei den harten 10 Minuten war ich einen Ticken langsamer als beim letzten Mal, aber die 20 Minuten easy liefen dann wieder super und durchziehen ist sowieso die Hauptsache. Interessanterweise war beide Male, als ich diese Einheit gemacht habe, mein zweiter Kilometer schneller als der erste und dann der vierte wieder schneller als der dritte. Nächste Woche könnte die Einheit nach dem Aquabike anstehen, aber die Umplanung aufgrund der spontanen Buchung für Walchsee Challenge Swim & besagtes Aquabike steht noch bevor. Der Nachmittag und Abend war dann prall gefüllt mit Speicher aufladen (selbstgebackener Quinoakuchen und Magerquark mit Kirschen plus Bananen, sowie Käse, weil Käse irgendwie immer geht), packen für den Triathlon Erding und den Part bis hierhin schreiben. Und jetzt kommt der Zeitsprung!

Rennbericht vom Triathlon Erding (Olympische Distanz) – Vorgeplänkel

Na endlich, hier kommt er, der Rennbericht frisch vom Triathlon Erding. Sagen wir es so: Ein Triathlon aus dem Training heraus ohne Tapering ist nicht ohne – funktioniert aber auf jeden Fall. Abends / nachts hatte es natürlich wieder wunderbar geregnet und auch am Sonntagmorgen sah der Himmel noch nicht so ganz danach aus, dass die dicken Wolken ohne erneuten Regenguss verschwinden. Pünktlich um 8 Uhr morgens holte die wunderbare V. mich am Parkplatz vor dem Gym ab (und ein paar der mehr oder weniger Bekannten, die zum Training geschlurft sind, haben auch etwas seltsam geschaut – abgesehen von E., die mir bei einem Plausch Gesellschaft leistete, bis V. kam, weil ich aus unerfindlichen Gründen einfach mal 15 Minuten zu früh am Treffpunkt war…). Rad, Rucksack und mich selbst verladen und ab nach Erding. Auf dem Weg dann natürlich auch der nächste Regenschauer, aber bei der Ankunft am Triathlongelände hatte es sich ausgeregnet, Lufttemperatur irgendwas um 18°C bis 20°C, Wassertemperatur heruntergekühlt von 23,5°C auf 21,0°C (hurra, Neoschwimmen!).

Die Action ging in Erding bereits um 8:30 Uhr mit den Kids los und als wir gerade zum Schwimmstart schlurften, um uns die Startunterlagen abzuholen, waren die Jungs und Mädels schon ziemlich flott unterwegs. Die Stimmung war überall entspannt und Hartwig Thöne tönte auch schon in bekannt nonchalanter Manier – und mit ihm dann auch ein Co-Moderator, den man nicht so oft zu Gesicht bekommt: Faris Al-Sultan. Total entspannter Typ trotz tausend Selfies mit Fans (ich war natürlich dann am Ende zu, äh, gehemmt, um mich auch mit ihm fotografieren zu lassen) und immer eine tolle Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit. Zwischendurch noch unterwegs gefrühstückt (Risbelli-Reiscracker, InnoSnack Runner’s Fudge und ein Roobar-Miniriegel, sowie UltraSports Beetster – ein bisschen random, ich weiß) und dann entspannt die Räder präpariert, Aufkleber hingeklebt, wo sie hingehören, Räder durch den Matsch zur Wechselzone am Schwimmstart getragen / geschoben und ganz neugierig geschaut, wer noch so da ist und welches Equipment so an- und aufgefahren wird. Sogar einen guten Bekannten aus dem Gym haben wir getroffen – A., der Erding als Vorbereitung für Allgäu gemacht hatte – und ich dann später beim Laufen noch einen bereits fertigen Bekannten aus dem Gym, dessen Namen ich ums Verrecken nicht mehr weiß, weil Alzheimer offensichtlich bei mir schon in jungen Jahren einsetzt. Warum haben die Leute nicht einfach immer Startnummernbänder mit ihrem Namen um? Das würde so viel so viel leichter machen.

Pünktlich zur Wettkampfbesprechung um 10:30 Uhr hat es dann natürlich wieder kurz geschifft, aber nachdem sowieso überall schon Matsch lag, wo kein Gras oder Kies war, machte das den Braten auch nicht mehr fett. Ich sage nur: grüner Teppich, der über einem Matschfeld ausgerollt war, über das man in die Wechselzone kam. Hihi.

Rennbericht vom Triathlon Erding (Olympische Distanz) – Schwimmen

Alright, kommen wir zur Sache. Nach der Wettkampfbesprechung war der Himmel wieder trocken und V. und ich suchten uns eine freie Ecke (mit Glasscherben – hoffentlich hat sich da niemand weh getan), um die Neos schon einmal halb anzuziehen und den Rest für den Kleidertransport abzugeben. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich einen riesengroßen Kopf gemacht, ob ich denn alleine in den neuen ROKA überhaupt würde reinkommen können, aber die Sorge war glücklicherweise unbegründet – er flutschte dank etwas Öl, Babypuder und ausreichend Zeit quasi wie geschmiert bis zur Hüfte und ab dem Zeitpunkt war eigentlich alles gut. Klamotten abgeben und dann nochmal anstehen zu einem letzten Toilettengang – nach dem freundlichen Hinweis einer Erdinger Helferin sind wir dann noch zu Kiosk in einer anderen Ecke des Seegeländes gelaufen, weil dort niemand sonst war – abgesehen von einer Gruppe Brotzeitmacher, einer Handvoll Triathletinnen und dem absolut putzigen Kioskbesitzer, der uns bat, dass wir sein Häuschen bitte stehenlassen sollen, als wir uns dann an den Stützbalken anlehnten, um die Beine zu mobilisieren (vor und zurück und seitwärts schwingen, das sieht bei zwei großen Frauen mit langen Beinen schon ein bisschen bedrohlich aus). Ich hatte kurz überlegt, ob ich den Triathlon nicht einfach Triathlon sein lassen sollte, um an diesem gemütlichen Kiosk direkt mit dem After-Race-Erdinger-Bier einzusteigen, aber der Drang zum Wasser war dann doch stärker.

Wir Frauen starteten allesamt um 11:45 – das ist wahnsinnig spät für meine Verhältnisse und dementsprechend hätte ich eigentlich mehr essen müssen als die popeligen Snacks, weil die Leerlaufphase vom Aufwachen bis zum Start doch recht lang war – aber keinesfalls langweilig, denn zu tun hat man ja genug. Das Alibi-Einschwimmen dauerte bei mir dann genau drei Minuten, aber das reicht dann irgendwie auch mit der ganzen Mobilisierungsparade und ein bisschen Stretching. Wir wurden dann über die Zeitmessmatte geschickt und runter ans Wasser gelassen. Ich positionierte mich links und mittig, V. etwas vor mir – und dann kam auch schon der Startschuss. Reinlaufen ins Wasser (immer zwei Meter weiter als die anderen, höhö) und dann erstmal nach vorne atmen beim Kraulen, um abzuchecken, von wo Schläge kommen, wo man hinschwimmen muss und wo eventuell etwas Freiraum wäre, um den eigenen Schwimmrhythmus zu finden. Die ersten 200 Meter waren dann ein einziges Hauen & Stechen, aber mittlerweile kenne ich das ja schon, also nimmt man das mit einer gewissen stoischen Gelassenheit und wuselt einfach mit herum.

Nach 200 Metern gab es dann nur noch ab und zu Schläge bzw. Frauen, die aus unerfindlichen Gründen zu nahe seitlich aufgeschwommen sind – ansonsten lief alles gut. Der neue Neo ist bombastisch, hat aber natürlich nicht wettmachen können, dass mein Körper eigentlich ziemlich müde war (obwohl ich gut geschlafen hatte). Die Arme wurden ungewohnt schwer und der Bereich von der letzten Boje bis zum Ausstieg zog sich… und das sogar zweimal, weil wir ja zwei Runden à 750 Meter mit Australian Exit (also Landgang zwischen den Runden) absolvieren durften. Australian Exit ist jetzt nicht so ganz mein Ding, aber am Walchsee habe ich das beim Challenge Swim nächste Woche ja schon wieder, also bleibt mir quasi nichts übrig außer es gut zu finden. Auf dem Landgang zur zweiten Schwimmrunde hörte ich dann nur, die Hartwig Thöne meinen Namen ausrief und damit sprühte natürlich die Motivations-Euphorie. Die zweite Schwimmrunde verlief dann auch ereignislos, insgesamt hatte ich 1.787 Meter auf der Uhr und der Landgang betrug tatsächlich nur rund 140 Meter, also bin ich mal wieder ein paar (150) Meter zu viel geschwommen. Shit! Ich habe aber diesmal sehr deutlich gemerkt, dass ich einen leichten Linksdrall beim Schwimmen habe, weil mein rechter Arm stärker ist als der linke. Da hilft nur: mehr OWS! Ich arbeite dran – nächste Woche ja gleich zweimal!

Rennbericht vom Triathlon Erding (Olympische Distanz) – Radfahren

Nach dem zweiten und glücklicherweise letzten Schwimmausstieg ging es dann einen gefühlt ziemlich langen Weg bis in die Wechselzone – für uns Frauen sogar nochmal länger, weil wir ganz hinten platziert waren, dafür etwas näher am Ausgang der Wechselzone. Als ich mein FELT in der Wechselzone präpariert hatte, hatte ich mich erstens ein bisschen geärgert, weil die Damen neben mir nicht links und links oder rechts und rechts vom Rad ihre Sachen deponiert hatten, sondern rechts und links, so dass ich neben meinem Rad keinen Platz mehr hatte. Zuerst habe ich meine Sachen dann nach hinten gelegt, dann aber nach vorne geholt, weil nach vorne raus deutlich mehr Platz war. Außerdem dachte ich, dass die zwei bestimmt vor mir vom Schwimmen kommen und ich dann ja sowieso allen Platz der Welt hätte. Falsch gedacht: Die Dame rechts neben mir kam 10 Sekunden vor mir zu ihrem Rad, die Dame nach mir 10 Sekunden nach mir. Als hätten wir das irgendwie geplant!

Und dann Routine: Neo ausziehen (geht überraschend gut & schnell, ROKA ist grandios!) und vorsichtig auf dem Geländer deponieren (so viel Zeit muss sein, das Ding ist sauteuer – und die Dame rechts neben mir hatte ihr Zeug all over the place herumgeschleudert, so dass ich meine Sachen nur noch kompakt aufgeräumt verstauen konnte), Schwimmbrille und Badekappe ab, einen großen Schluck UltraSports Buffer nehmen (und wahrscheinlich auch eine Ameise dabei mit verschluckt, da unsere Ständer im Gras waren und dort anscheinend eine Ameisenstraße verlief), alles Notwendige anziehen und zack, ab durch die Mitte. Und dann erstmal entspannen und genießen. Wobei: Genussvoll wurde es erst nach 2 Kilometern, da die Straßen auf den ersten paar Kurven ziemlich schlecht asphaltiert waren – und dementsprechend lagen da natürlich auch schon Flaschen, Sattelstützenflaschenhalter (hossa!), Satteltaschen, Riegel und Gels auf der Straße. Danach war aber erstmal alles gut und der Schnitt zeigte auf der ersten Runde 35km/h an, trotz des immerwährenden Windes. Nach dem erneuten Gehoppel durch die Stadtstraßen – das sich seltsamerweise ziemlich zog – ging es dann auf die zweite Runde und da haben meine Beine dann ganz furchtbar nachgelassen. Die Herzfrequenz ging von den 140ern runter in die 130er und kam auch nicht mehr hoch, der Schnitt sank auf traurige 33,5 (bei 42 Kilometern mit 172 Höhenmetern). Aber hey, schneller als beim Triple Tri und eben voll überhaupt nicht getapert, also ist das OK.

Ansonsten verlief das Radfahren mit einem kurzen Regenschauer, einer Packung PowerBar PowerGums und zu wenig Flüssigkeit (0,5 Liter) recht ereignislos – die üblichen Überholvorgänge und Kopfschütteln über einen aggressiv im Konvoi fahrenden Damenverein, sowie über einen ganzen Pulk an Männern, die dicht an dicht gefahren sind. Die Kampfrichter waren aber ordentlich unterwegs, man kann eben nicht überall auf einmal sein – und das Wichtigste ist ohnehin die eigene Leistung, auf die man stolz sein kann, wenn man sie ohne Windschattenfahren erbracht hat.

Rennbericht vom Triathlon Erding (Olympische Distanz) – Laufen

Wenn mich jemand letztes Jahr gefragt hätte, was meine stärkste Disziplin ist, dann hätte ich Laufen gesagt. Aber dank der langen wadenbedingten Laufpause und der Fatigue, die beim Laufen am stärksten zum Tragen kommt, ist meine Laufperformance immer noch zum Davonlaufen (haha, Wortwitz). Auf dem Bike hatte ich mich auf solide 66/134 Damen vorgearbeitet, aber beim Laufen haben mich sehr viele davon wieder eingeholt. Wobei ich eigentlich gar kein Problem hatte: Eingefahren in die WZ, Rad abgestellt und mit großer Genugtuung festgestellt, dass ich die Damen neben mir auf dem Rad abgehängt hatte und somit genug Platz für effektives Wechseln hatte. Kurz den Rest Buffer reingepfiffen (bestimmt wieder mit Ameise, ja, das Bild ist so eklig, das muss man der Leserschaft zweimal in den Kopf zaubern, höhö… Wobei wir als Kinder bestimmt im Sandkasten mal Ameisen gefuttert haben…), Gels und Salztabletten gekrallt, Socken und Schuhe an und ab auf die Laufstrecke.

Meine Beine waren müde, von Adrenalin war keine Spur, aber das mit dem Laufen haben sie dann doch ganz automatisch hinbekommen. Ich bin einigermaßen zügig angelaufen, Kilometer 2 war auch noch gut – und dann kamen zwei megalangsame Kilometer. Kann es daran gelegen haben, dass auf einmal eine S. neben mir auftauchte und sagte: „Ich laufe jetzt neben Dir, wenn es Dich nicht stört, weil sonst höre ich auf!“, woraufhin ich versucht habe, ihr gut zuzureden, von wegen: Wir haben schon ein Drittel, hier geht es erstmal bergab, da kommt eine Wasserstation, wenn es nicht mehr geht, dann gehst Du einfach… Hätte ich mal lieber im Tempo angezogen anstatt einen auf Motivationscoach zu machen! Aber mein Kopf hatte auch im Hinterkopf, dass für den heutigen Abend ja noch ein Lauf anstand, also hat der vermutlich auch einfach auf stur geschaltet und nicht zugelassen, dass ich mich aus meiner Komfortzone lauftechnisch herauskatapultiere. Dabei ging das gestern noch so schön bei 10 Minuten hart, 20 Minuten locker nach den 5 Stunden Radfahrt! Ich bewundere V. da einfach wahnsinnig, die sich problemlos völlig in die Zone katapultieren kann, in der es richtig weh tut, und die eine sensationell schnelle Zeit gelaufen (und gefahren und geschwommen!) ist.

Die Laufstrecke ist im Übrigen super, eine tolle Balance aus Blasmusik (zwei Kapellen!), Stadtpark („das Energy Lab von Erding“ laut Hartwig Thöne – ich musste so lachen), Innenstadt und Asphalt / Kiesweg-Waldboden, größtenteils flach, schattig genug für Hitzeläufe (ok, wir hatten 20°C, es war einfach perfekt), tolle Atmosphäre und viele Leute, aber eben auch zwischendurch mal Ruhe im Stadtpark. Ich ließ S. dann irgendwann hinter mir und nahm dann ein bisschen an Tempo auf… Ich muss dazu sagen, dass ich bis Kilometer 8 eigentlich nicht auf die Uhr geschaut habe, weil ich gar nicht wissen wollte, wie langsam ich unterwegs bin. Vielleicht hätte ich früher draufschauen sollen und hätte mich dann quasi selbst in den Arsch getreten, um an Tempo zuzulegen – vielleicht hätte mich das aber auch demotiviert. I will never know. Beim nächsten Wettkampf in ausgeruhtem Zustand werde ich auf jeden Fall die Pace genauer im Auge behalten; herzfrequenzmäßig war wie immer auch noch sehr viel Luft nach oben.

Rennbericht vom Triathlon Erding (Olympische Distanz) – Aftermath

Der Zieleinlauf war dann auch super, das Publikum trotz bereits absolviertem mehrstündigem Anfeuermarathon zu Jubelhöchstleistungen motiviert und als Preis gab es dann ein Erdinger Weißbierglas (das jetzt schon einen designierten Empfänger hat, hah!), das man im Zielbereich mit so viel Erdinger (alkoholfrei natürlich) auffüllen lassen konnte, wie man zu trinken in der Lage war. Im Ziel traf ich dann auch V. wieder (die schon lange, lange vor mir eingelaufen war) und A. (der ein paar Minuten schneller war als ich). Dann kurz zwei Runden am Kuchenbüffet im Schnelldurchlauf, Sachen abholen und mit V. zu Fuß zurück zum Schwimmstart, um die Räder und den Rest abzuholen (mit einem kleinen Zwischenstopp in einer Einfahrt zum Umziehen, hihi). Mit V. dann natürlich noch Race-Recap gemacht sowie ein bezauberndes Finisherfoto und dann trennten sich unsere Wege, da ich zur S-Bahn musste und sie in eine andere Richtung weiterfuhr. Ich bin ja an sich kein Rudeltier, aber mit V. macht das wirklich wahnsinnig viel Spaß – man stärkt sich vorher den Rücken (oder zippt den Neo zu), macht dann jeweils das eigene Rennen und kann sich im Ziel dann über Gesellschaft freuen. Mal sehen, ob wir diese Saison nochmal zusammen starten – Rennen gäbe es ja noch genug!

So. Damit war Erding dann erledigt. In der S-Bahn schob ich mir noch eine Banane quer in den Mund und tingelte mit dem TT gemütlich nach Hause. Ein Blick auf die Uhr sagte 16:40 Uhr und ein Blick in TrainingPeaks sagte: 12 Kilometer laufen. Gesehen, getan. Erst hinsetzen und regenerieren wäre fatal gewesen, weil meine Energiedepots dann komplett ausgeleert wären, wohingegen ich um die Uhrzeit noch genug Restenergie vom Kuchen hatte, um den langsamen Extralauf anzugehen. Insgesamt waren es dann leider nur 11 statt 12 in der vorgegebenen Zeit, aber das war alles gar nicht so schrecklich wie gedacht. Okay, meine Schienbeine und Waden sind etwas gereizt und ich werde mit Sicherheit erst morgen dehnen, anstatt heute schon, weil alles wehtut. Aber dass Laufen nach einem Rennen – oder überhaupt auch am Abend – auch geht, das hätte ich so gar nicht gedacht. Ich bin gespannt, was der Coach sich für Karlsfeld am 14.7. einfallen lässt – aber jetzt ist erst einmal Schluss für heute. Fazit: Erding ist ein genialer Triathlon und müde Muskeln sind auch im Wettkampf müde!

Ein Satz zum Schluss noch: Meine Facebook-Seite wächst langsam, aber stetig und es gibt zweimal pro Tag einen kleinen witzigen Beitrag rund um den Triathlon – also klicken und liken, es lohnt sich!

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