Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 108: Work in Progress

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Was gibt es Schöneres, als an einem Sonntagabend mit müden Beinen einen Blogeintrag zu schreiben, während die nächsten Veranstaltungsabsagen eintrudeln und sich Gerüchte verbreiten, dass mein Fitnessstudio wieder am 2.6. öffnet und die (einige?) Schwimmbäder am 8.6. – ob und wie das stattfinden wird, bleibt abzuwarten, aber es wird spannend. Und ich hatte zum ersten Mal seit Langem wieder das Gefühl, dass sich da so etwas wie eine Form aufbaut, Zwift-Intervallen sei Dank. Yeah!

Wenn die großen Freuden wie der Ironman Frankfurt ausbleiben (es gibt immer noch kein Ersatzdatum bzw. keine Absage), dann freut man sich eben an den kleinen Freuden wie erfolgreich absolvierten Trainingseinheiten. Denn eine ganze Menge von diesen Einheiten braucht man, um so einen Langdistanz-Triathlon irgendwann zu absolvieren, wenn die Situation oder das Leben mit oder trotz Corona wieder etwas entspannter ist. Bis dahin träume ich weiter von vergangenen Wettkämpfen und von kommenden Triumphen, Niederlagen und allem dazwischen. So wie schon seit 108 Wochen immer wieder sonntags, nachzulesen hier: Woche 107, Woche 106Woche 105Woche 104 bis Woche 53Woche 52 bis Woche 1 und Tag 1 – und hier geht es per Zufallsklick zu einem beliebigen Beitrag.

Übrigens: Über einen Energieriegel per PayPal.me freue ich mich ebenso wie über Hilfe bei der Reduktion meines Lagerbestandes auf eBay. Über Kleiderkreisel tausche ich gerne, die Werbeanzeigen auf meiner Website anklicken spielt auch ein paar Cent in die Triathlonkasse und wer möchte, kann mich auch gerne als Freiberuflerin für Text & Bild anheuern (Redaktion, Lektorat, Übersetzung, Grafik und so manches mehr). Like-Tipps außerdem: meine Projekt Iron(wo)man Facebook-Seite.

Ich hasse Intervalle. Ich liebe Intervalle.

Bevor ich zum blitzschnellen Wochenrückblick auf knapp 17 Stunden Training komme, gibt es erst noch ein Update in Sachen Rennabsagen. Der Trumer Triahlon, bei dem ich vom 17. bis zum 19. Juli gerne das Triple absolviert hätte mit Seedurchquerung, Sprint und Mitteldistanz, findet auch nicht so richtig statt. Dafür anders „auf eine ganz besondere Art und Weise“, denn man bekommt ein Finisherpaket, wenn man den (noch nicht final ausgearbeiteten) #trumertriathlonathome absolviert; und man kann auch vom 17. bis zum 30. Juli in Eigenregie auf der Wettkampfstrecke racen und durch den dort aufgestellten Zielbogen laufen. Eine nette Idee, aber ein Zielbogen allein motiviert mich ehrlich gesagt nicht genug, tatsächlich hinzufahren. Aber auch da gibt es noch ein Revival 2021… hoffentlich zumindest.

Vergangene Woche wollte mir der Coach etwas ganz besonders Gutes angedeihen lassen. Am Montag ging es los mit Core-Krafttraining und einer Recovery-Einheit auf der Rolle, sozusagen als entspannte Vorbereitung auf die folgenden drei harten Tage. Da war dann nämlich am Dienstag eine FTP-Builder-Einheit mit 6×5 Minuten VO2max in Form von Sprints mit wechselnden Wattvorgaben. Wenn einem beim zweiten Set schon die Beine glühen und man intensiv mit den Oberschenkelrückseiten arbeitet, um die Wattzahlen hinzubekommen, dann weiß man, dass man am nächsten Tag noch was davon haben wird, auch wenn man nach dem eigentlichen Workout noch eine Stunde locker auskurbelt und den geplanten Koppellauf auf einen anderen Tag verschiebt, weil einfach Schicht im Schacht ist. Herrlich! Am Mittwoch ging es weiter mit Krafttraining und – guess what – einem FTP-Builder-Workout, gepaart mit Grundlagenausdauerkurbeln. Diesmal waren es 3 Sets mit 5×90-Sekunden-Intervallen und Beinen, die sehr glücklich darüber waren, den Rest des Tages nicht mehr viel gehen zu müssen. Am Donnerstag ging es dann auch nahtlos weiter mit einem FTP-Builder-Workout mit 3x(3×5 Minuten) Schwellenintervallen. Einfach nur herrlich! Der anschließende Koppellauf war natürlich eine Katastrophe, aber mit einem riesengroßen Grinsen im Gesicht. Am Freitag dann zuerst ein Lauf ohne murrendes Bein und danach anderthalb entspanntes Kurbeln. Das war tatsächlich fast schon langweilig im Vergleich zu den harten Intervallen zuvor, zu denen man ja ab Minute eins eine gewisse Hassliebe entwickelt. Am Samstag war dann ein ruhiger Tag angesetzt mit einer Stunde Krafttraining (Core und Arme – Beinkrafttraining war diese Woche gar nicht auf dem Plan und hätte auch definitiv nicht funktioniert) und einer Stunde Kurbeln. Und am Sonntag wäre dann ein Duathlon angestanden, so in etwa angelehnt an dem Event von tri-mag.de power & pace, aber als 10 – 60 – 10 Lauf – Rad – Lauf. Und ich war extrem überrascht, wie leicht mir das Laufen fiel, obwohl meine Oberschenkel am Freitag gefühlt doppelt so dick waren wie sonst. Also habe ich das Konzept spontan umgeworfen und bin 15 Kilometer gelaufen und danach 60 Kilometer auf Zwift gefahren, dafür aber auf den zweiten Lauf verzichtet, um das Bein nicht zu überfordern, das aber erfreulicherweise sehr, sehr wenig weh tut.

Ein Blick auf das Training für nächste Woche zeigt, dass wieder 3 FTP-Builder-Workouts geplant sind und obwohl ich sie wieder von Minute eins an hassen werde, freue ich mich jetzt schon sehr, sehr, sehr darauf. Hussa!

2 thoughts on “Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 108: Work in Progress

  1. Einfach Wahnsinn. Ich meine deine Art der Triavorbereitung. Keine Ahung wie sowas gut gehen soll.
    Auf jeden Fall viel Erfolg dabei :)

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