Projekt Iron(wo)man. Recap Woche 26: Schwimmseminar und noch mehr Saisonplanung

Man bräuchte aktuell nicht einmal ein dediziertes Schwimmseminar, sondern könnte sich permanent draußen im Neo kraulenderweise fortbewegen, denn es schifft ganz schön hier im malerischen München. Derartiges Sauwetter ist der beste Härtetest für die Trainingsmotivation – und natürlich macht man dann doch irgendwie das Beste draus und fantasiert zwischendurch ein bisschen von den tausend Wettbewerben, die man 2019 machen möchte.

Nachdem der Anbruch der kalten Jahreszeit bei uns Menschen (ok, bei mir zumindest) den Appetit auf hochkalorische Nahrung sprunghaft ansteigen lässt, hatte ich sogar zwischenzeitlich mal überlegt, ob ich mir nicht mein Trainingscamp mit Hannes Hawaii Tours durch die Teilnahme an diversen Wettessen verdienen sollte. Lustig wäre es allemal, aber dann doch fürs Wettkampfgewicht ein wenig kontraproduktiv. Aber da sieht man mal, was eine einzige Triathlonsaison mit geschlagenen drei kleinen Wettbewerben aus einer sozialliberalen Pazifistin machen kann. Nein, keinen Vielfraß – sondern eine immer noch sozialliberale Pazifistin, deren Sensoren jetzt komplett auf Wettkampf eingestellt sind. Mit Wettkampf ist dann übrigens alles gemeint, wofür man Schwimmen, Radfahren und/oder Laufen darf, denn diese drei Disziplinen sind die Grundzutaten für den Triathlon, von dem ich seit 26 Wochen ziemlich angefixt bin.

Aus diesem Grund teile ich meine Begeisterung für den Sport und meinen Trainingsverlauf einmal pro Woche hier mit dem Rest der Welt und schwitze ordentlich dafür, in nicht allzu ferner Zukunft eine Ironman-Langdistanz zu finishen. Den Rest der (endlosen?) Geschichte gibt es hier: Woche 25, Woche 24Woche 23Woche 22Woche 21Woche 20Woche 19Woche 18Woche 17Woche 16Woche 15Woche 14Woche 13Woche 12Woche 11Woche 10Woche 9Woche 8Woche 7,  Woche 6Woche 5Woche 4Woche 3Woche 2Woche 1 und Tag 1.

(Bei dieser mittlerweile doch recht langen Liste der internen Links freut sich mein SEO-Tool wieder ganz besonders, wohoo.)

Werbung, aber noch ohne Zeitmaschine

An dieser Stelle wird wie immer kurz die Werbetrommel gerührt. Ein Klick auf das obige Bild führt zu meiner PayPal.me-Seite mit der Möglichkeit, mich mit einem beliebigen Betrag als Einmalsponsor zu unterstützen. Darüber freue ich mich sehr, denn jeder Euro in Richtung Trainingslager-Sparschwein lässt den Traum für Februar 2019 ein bisschen wahrscheinlicher tatsächlich wahr werden. Andere Sponsoring-Optionen gibt es natürlich auch; wer Lust hat, kann meinen Lagerbestand auf eBay reduzierenmir mit Material von meiner Amazon-Wunschliste aushelfen (gerne auch gebraucht), über meine Amazon-Affiliate-Links Produkte für sich selbst kaufen (z.B. eine Oat King-Haferenergieriegelschokoladenmixbox, perfekt für lange Ausfahrten), meine Fragen auf Quora anklicken oder beantworten, meinen Stevens-Crosser auf listniride ausleihen, mir tolle Tipps geben (#mansplaining) und mit mir trainieren. Auf Wunsch namentliche Erwähnung (oder nicht). Besten Dank!

Dass ich wegen des Herbstwetters ziemlich neben der Kappe und von der Rolle bin, habe ich diese Woche auch daran gemerkt, dass ich tatsächlich davon ausgegangen bin, die Zeitumstellung sei bereits letzte Woche passiert. Dabei haben wir die Uhren doch tatsächlich erst von gestern auf heute umgestellt. Ich bin tatsächlich zum ersten Mal auf den Postillon hereingefallen. Ich wusste zwar, dass die Uhren zurückgestellt und nicht vorgestellt werden, aber nachdem der Postillon kurz vor dem letzten Wochenende dazu gepostet hat, habe ich mich im Datum vertan. Dafür wird die Zeitumstellung dann 2019 hoffentlich wirklich abgeschafft, trotz der, äh, überzeugenden Argumente des Postillons. Eine interessante Grafik dazu hat auch die ZEIT. Dort kann man sehen, wie sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verschieben, je nachdem, welche Zeit wir gerade haben. Apropos Schlaf. Das mit den Eulen und den Lerchen kennen wir ja schon – aber jetzt gibt es noch Löwe, Wolf, Bär und Delfin. Genetik gepaart mit Esoterik, ganz wunderbar. Ich würde mich eher zur Kategorie Mensch zählen: Brauche im Winter mehr Schlaf als im Sommer (8 vs 7), möchte im Sommer am liebsten der Amsel den Schnabel stopfen, die ab 4:30 Uhr auf meinem Balkon tiriliert und bin happy, wenn irgendwann tagsüber ungeachtet der Zeit die Sonne scheint.

Meinen Crosser, das Stevens Vapor, brauche ich beim Schwimmseminar natürlich nicht

Wer sich den Werbetext weiter oben tatsächlich ab und zu mal durchliest, der hat festgestellt, dass eine neue Sponsoring-Option hinzugekommen ist: Seit einiger Zeit vermiete ich meinen Stevens-Crosser (Vapor, Modelljahr 2018) auf der Plattform List and Ride für 25 Euro pro Tag (mit Rabatt bei mehrtätigem Ausleihen). Die RH beträgt 58cm, die Reifenbreite 33mm (Crosser, kein Gravelbikedas taucht aktuell immer wieder auf) und meine zwei bisherigen Leihkunden L. und F. waren von dem schicken Stück ziemlich begeistert. F. hatte sich Vapor von Fr auf Sa für den Rapha Munich Super Cross Club Ride im Rahmen des Munich Super Cross ausgeliehen – ich wusste gar nicht, dass es einen Rapha Club gibt, man lernt eben immer was dazu. Bislang habe ich die entsprechenden Ausfahrten von Sa und So auf Strava noch nicht gefunden. Würde ich aber gerne, weil ich in Sachen Crosser-Strecken noch ziemlich unwissend bin. Ist jemand von euch mitgefahren?

Es ist zwar immer Cross-und-Gravel-Saison, aber ab sofort aufgrund der Wetter- und Straßenverhältnisse aber noch mehr, also die perfekte Gelegenheit, um den Spaß einen Tag lang mal auszuprobieren. Ich lasse mir sogar extra von meiner lieben Schwester die passenden Socken zum Crosser schenken (ja, da gab es schon wieder eine 2+1-Monogram-Sonderaktion und wer könnte da widerstehen?), damit die Stylepolizei nichts zu meckern hat. Alternativ könnte man natürlich die Saison nochmal irgendwo verlängern (ich starre sehnsüchtig auf die vielen schönen Mallorca-Touren meiner Strava-Freunde). S. hatte in seiner Gruppe für nächstes Wochenende tentativ einen solchen Vorschlag für Italien gemacht, aber aktuell scheint dort das Wetter auch nicht so prickelnd zu sein, also mal sehen, ob das was wird. Ich wäre auf jeden Fall dabei, weil ich jetzt schon depresso bin von dem Herbstwetter und dagegen hülfe wohl am besten ein guter italienischer Rotwein Espresso.

Zumindest an einem Tag war es diese Woche schön und warm genug für eine Ausfahrt mit Fotos.

So, jetzt aber mal kurz ein Exkurs zum Thema Schwimmen. Nachdem online vor ein paar Wochen die Schwimmseminarangebotsflut in diversen Facebook-Gruppen überhandgenommen hat, habe ich mich für ein Schwimmseminar von triathlon.de für den heutigen 28. Oktober angemeldet. Wie das gewesen sein wird war, steht weiter unten. Warum ich das gemacht habe? Ich schwimme seit Mai dieses Jahres wieder regelmäßig (2017 gar nicht, 2016 ein paar Monate mit einer hervorragenden Trainerin, die mir das Kraulen erstmal beigebracht hat) und habe in der ganzen Zeit eigentlich keine richtigen Fortschritte in Bezug auf die Geschwindigkeit gemacht. Okay, ich kann jetzt bilateral atmen, im Neo im offenen Wasser schwimmen und quasi unendlich lang schwimmen, ohne abzusaufen. Aber das mit der Schnelligkeit wurde einfach nicht besser. Und die meisten Schwimmprofis raten davon ab, sich das Schwimmen mit YouTube beibringen zu wollen, weil es nicht so einfach ist, das Gesehene auf den eigenen Schwimmstil zu übertragen, wenn niemand einem sagt, was genau man eigentlich falsch macht. Bei dem Schwimmseminar gibt es Videoanalysen (ich weiß nicht, ob ich mich so gerne selbst schwimmen sehen möchte, weil ich Horrorfilme nicht so wahnsinnig gerne mag), Vorträge, Trainingspläne und einen Snack (wohoo!). Hoffentlich kann ich mit der Grundlage dann im Winter so gut und vor allem richtig trainieren, dass am Ende bessere Schwimmzeiten dabei herauskommen. Andere haben es ja auch geschafft, also sollte das machbar sein. Ich bin sehr gespannt.

Nachdem die Woche ein ziemliches Indoor-Trainings-Trauerspiel war und meine üblichen Fitnessstudio-Fotos langsam langweilig werden (Aussicht auf den Pool, Aussicht vom Pool nach draußen mit Reflexion der Glasfront oder ohne, Foto von einem der Foltergeräte im Gym, Herbstlaub auf dem Boden, Himmel, Baum mit Herbstlaub, verschwitztes Selfie, Ansicht auf dem Spinningbike), habe ich die Woche mit der Suche nach Cycling-Memes verbracht (Prokrastinieren kann ich), um meine Trainingseinheiten und Blogposts ein bisschen visuell aufzuhübschen. Ein paar sind sogar ziemlich witzig, zumindest gefühlte drei Sekunden lang. Aber Lachen und sogar Grinsen hält bekanntlich gesund, also möge man mir für die kostenlose Therapie danken. Es ist sogar erwiesen, dass Grinsen (oder den Mund entsprechend verziehen) beim Laufen Endorphine ausschüttet – man verarscht sozusagen sein Gehirn, indem man so tut, als wäre man überglücklich, dass man sich die Lunge aus dem Leib keucht und die Beine zum Brennen bringt. Eine Bekannte hat mir vor anderthalb Jahren auch mal gesagt, dass man die Daumen nach oben strecken sollte, um einen Meridian im Körper zu aktivieren, der mehr Energie gibt. Ich weiß nicht, ob das funktioniert (die Haltung ist aerodynamisch nicht ideal!), aber Thumbs Up ist eigentlich an sich eine gute Sache (nur Hang Loose ist noch eine Ecke cooler). Noch mehr Memes gibt es übrigens hier (WTF?!), hier, hier. Sind aber nicht alle witzig.

Die hübsche kleine Kirche von Widdersberg, fotografiert von D. bei der Ausfahrt am Freitag.

So, was war da noch? Ach ja, Saisonplanung! Ich bin nach wie vor angemeldet für den Trippel-Tri (18.5.), die IM 70.3 MD in Kraichgau (2.6.) und die ITU-LD in Köln (1.9.). Dazwischen ist auch noch jede Menge Geld, das verprasst werden möchte Zeit, die verplant werden möchte. Da wären z.B. die MD/OD in Ingolstadt (26.5.), der Triathlon Nations Cup mit interessanten Distanzen (9. Juni Bonn, 22. Juni Oud Gastel, 14. Juli Aarschot), die OD in Erding Mitte Juni, die MD Challenge Walchsee (30.6.), die MD/OD am Chiemsee am 30. Juni, der Maratone dles Dolomites am 7. Juli (die Voranmeldung für die Verlosung habe ich zumindest mal für 2 Euro ausgefüllt), der CUP bestehend aus Kaunertaler Gletscherkaiser (23.6.) und Dreiländergiro (30.6.), die OD in Karlsfeld Mitte Juli, die MD in Regensburg (4.8.), die OD in Beilngries (17.8.), die MD im Allgäu (Mitte August), 3MUC (Ende August) der Riderman (20.9.-22.9.), KotL (21.9.), BMW Vierermannschaftszeitfahren (ca. 22.9.), die neun (!) Rennen des Cyling Cup (der Riderman zählt dazu) und dann noch die RTFs im Umland (Holledau, zwischen Amper und Paar, südlich von Landshut, Wendelsteinrundfahrt, Welt – Kult – Tour, Erdinger Holzland). Und das sind jetzt nur die Veranstaltungen, die ich im Kopf habe. Irgendein Marathon soll es bitte auch noch werden – und ich bin auch auf der Suche nach weiteren Triathlon-Wettbewerben mit Distanzen zwischen OD und MD oder MD und LD. Natürlich passt in der Liste erstmal noch gar nichts so richtig zusammen und einige Sachen überschneiden sind, aber lieber erstmal zu viel auf dem Schirm haben als am Ende gar nichts machen. Vielleicht sind das auch nur die durch das schlechte Wetter induzierten Fantastereien, die mich zu größenwahnsinnigen Überlegungen anregen.

Wer zwischendurch noch etwas Sinnvolles sponsern möchte, der solle sich bis zum 31.10. bei Startnext zu diesem Projekt von Lieblingstouren.de klicken. Christopher sammelt dafür die schönsten Touren samt Einkehrcafés, hauptsächlich um München. Ein paar davon sind schon auf meiner Will-fahren-Liste und vielleicht kann ich mit einer schönen Tour auch noch beitragen, wenn ich mal eine hinbekomme, die ohne Verfahren, lästige Ortschaften und seltsame Umwege auskommt.

Nachdem so langsam das Schwimmseminar näherrückt, kommt jetzt schnellschnell noch die Zusammenfassung einer wenig ereignisreichen Woche – und dann ab ins Getümmel!

Das war sowieso die langweiligste Woche überhaupt. Keine Draußenläufe, weil das Bein immer noch wehtut (dafür zweimal drinnen, wohoo), genau eine lange Radfahrt (dafür aber mit Schmackes) und viel Gymgehampel mit Schwimmeinheiten und ein bisschen Krafttraining. Der Montag begann dann auch erstmal mit besagtem Kraftausdauertraining (Crosstrainer und Woodway als Warm-Up, dann Slide, Battle Rope, WBS + Crunches + Pushups, Hip Thrusters mit wenig Elan, Crosstrainer), gefolgt von einer Spinningpyramide. Auf dem obigen Foto sieht man übrigens mal, wie das mit dem Spinningbike aus einer anderen Ansicht aussieht. S. (der mit den Socken, wenn sich jemand erinnert?) kam vorbei und fand das so amüsant, dass er es visuell festhalten musste. Ich trage immer gerne zum allgemeinen Amüsement bei!

Am Dienstag dann eine Kraularmpyramide mit V. (ich etwas langsamer, aber dafür immer schön mit S-Kurve, Catch & Pull, Strecken, tralala) und danach Speedwork auf dem Spinningbike mit der ICG-App. Eigentlich wäre ein langer Lauf sinnvoll gewesen anstatt schon wieder Spinning, aber solange ich immer noch nicht wieder draußen laufen kann, variiere ich eben mit Speedwork & Climbing und mal mehr und mal weniger, je nachdem, welches Programm ich zuvor gemacht habe. Es geht definitiv besser und effektiver und sinnvoller, aber so ist es momentan eben. Immerhin katapultiert mich das Ganze aus meinem Herbstblues heraus (deshalb hieß die Einheit auch: Rage against Herbstblues). Danach war dann noch ein Mini-Koppellauf für die wunde Wade drin mit bis zu 5:00/km. Ich strapaziere das Bein gerade ein bisschen zu sehr, aber der Schmerzlevel ist auf 7/10 runter, deshalb taste ich mich jetzt laufenderweise wieder an die Schmerzgrenze heran.

Am Mittwoch deshalb wieder Crosstrainer und ein bisschen Krafttraining und danach 15 Kilometer seeehr langsam auf dem Laufband mit 2% Incline. Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass der V800 bei meiner Größe und Schrittlänge dann dieselbe Distanz berechnet wie das Laufband, wenn ich 2% Steigung eingebaut habe. Und je mehr Steigung, desto anstrengender wird es, auch wenn man verhältnismäßig langsam läuft (ich meine 6:10/km und das ist megalangsam).

Danach dann Spinning, diesmal aber relativ locker (also ca. 80 RPM und widerstandsmäßig zwischen 50 und 65, keine Ausreißer hoch bis 75) und keine Sprints. S. war auch wieder da und hat dokumentiert, mich welchen hoch intellektuellen Zeitschriften ich mir die Zeit vertrieben habe. Bei den Speedeinheiten und den richtigen Pyramiden mache ich das nicht, da muss man sich konzentrieren, aber beim Larifari-Spinning vergeht die Zeit so schneller. Oder auf dem Crosstrainer, dessen Nützlichkeit für das ganze Triathlontraining möglicherweise doch unterschätzt wird. Man kann darauf nämlich sehr wohl Intervalle strampeln und wenn man sich nach vorn beugt, emuliert man damit ein wenig die Position auf dem Zeitfahrrad (ok, das kommt auf den Crosstrainer an, bei unseren Modellen geht das). Mein hochintellektuelles Zeitschriftenmaterial bestand übrigens aus Apothekenumschau und diversen Frauenzeitschriften. Letztere gibt es bei uns im Gym ab und zu kostenlos, wenn man schnell genug da ist und noch eine abgreifen kann (sprich: am richtigen Tag um 6 Uhr morgens auf der Matte steht, früh aufstehen lohnt sich eben, haha). Mein Motto als Informationsschwamm ist, dass jedes Wissen doch irgendwie mal nützlich sein könnte, deshalb lese ich auch alles, was ich in die Finger kriege. Am liebsten (und ganz langsam und genussvoll) lese ich momentan das triathlon special-Heft zu Hawaii. Da gerät man definitiv ins Träumen.

Donnerstag stand dann morgens wieder eine Schwimmeinheit an, gefolgt von Kraftausdauer mit Boxsack und – genau – Spinning, diesmal wieder Speedwork. Nachdem meine Beine natürlich nicht ganz frisch waren, hat mich „The Arrow“ gleich zu Beginn ziemlich getötet. 110 RPM sind einfach mörderisch; das muss ich definitiv nochmal ausprobieren, wenn ich etwas ausgeruhter bin.

Am Freitag hatte die Indoor-Misere dann ENDLICH ein Ende! Das Wetter war trocken und temperaturmäßig im zweistelligen Bereich mit Aussicht auf Sonne. B., ein neuer Bekannter aus RRMUC, hatte schon Tage zuvor angefragt, ob jemand am Freitag Zeit und eine Tour hätte und ich bin freudig auf den Zug aufgesprungen. Inspiriert von einer Tour, die K. vor ein paar Wochen gefahren ist (als ich tags darauf in der Eng war mit S. und RRMUC), habe ich eine mit Ammersee und Gut Kerschlach geplant. Erstens soll im dortigen Café Merano die Verpflegung sehr gut sein, zweitens wollte ich die Rampen bei Widdersberg und den Berg bei Andechs nochmal haben und drittens führt da auch eine sehr steile Rampe zum Gut Kerschlach hin, die mich natürlich gereizt hat. Mit Anfahrt waren es für mich dann 150 Kilometer und 1.400 Höhenmeter, wir waren zu fünft und es war ganz wunderbar, weil 50% der Zeit tatsächlich auch die Sonne geschienen hat. Klamottentechnisch habe ich aufgerüstet und hatte lange Sachen von X-Bionic untendrunter an (oben und unten in der Variante „Light“). Fühlt sich super an und dank SportScheck-Gutschein auch noch zusätzlich zum Sale-Rabatt extra günstig.

Bei einem Stück der Tour, das ich selbst auch noch nicht gefahren war, sondern nur von K. übernommen hatte, gab es dann einen kleinen Verfahrer und einer von uns war nach dem Andechser Berg so sehr auf Andechs programmiert, dass er mit der lieben H. im Schlepptau dorthin gedüst ist, anstatt mit uns nach dem Berg rechts abzubiegen, so dass wir ein wenig Zeit mit dem Wiedereinsammeln vergeudet haben. Leider hat uns der Verkehr in den Ortschaften zusätzlich ausgebremst (dahingehend muss die Tour noch optimiert werden), so dass wir die Kaffeepause zugunsten einer zügigen Heimreise ausfallen ließen und mit Riegeln und aufgefüllten Flaschen zurück nach München gesaust sind. Schade, aber definitiv zeitlich die bessere Wahl und auch temperaturmäßig: Bei den Hügeln kam man doch ganz schön ins Schwitzen und Auskühlen ist dann trotz Sonne keine gute Idee, weil ebendiese einfach keine rechte Kraft mehr hat. D. aus der Truppe hat sich einen Spaß daraus gemacht und uns an den Rampen fotografiert und H. hat mir den Tipp gegeben, im Winter lieber auf flache Strecken zu setzen, um übermäßiges Schwitzen und Auskühlen zu vermeiden. Klingt sehr vernünftig, dann wird eben auf dem Spinningrad mehr geklettert. Insgesamt war es eine tolle Tour und definitiv das Highlight der ansonsten traurigen Woche. Vielen Dank dafür, liebe Wettergötter! Nächste Woche gerne wieder!

Ach ja, ein kleines Manko gab es für mich auf der Tour dann doch: Bei der letzten RRMUC-Ausfahrt hatten wir ja eine etwas brenzlige Bremssituation und das Vorderrad einer Mitfahrerin hat mein Schaltauge touchiert. Ich habe es vor Freitag leider nicht mehr geschafft, bei vit:bikes vorbeizufahren und das Ding richten zu lassen, bin aber am Freitag kurz vor der Tour in einem Radladen aufgeschlagen, der auf der Strecke lag, ob den Schaden begutachten zu lassen. Der Mechaniker dort meinte, dass das Schaltauge nicht nur verbogen, sondern teilweise sogar schon eingerissen ist, so dass er sich nicht traute, es zurechtzubiegen. Er meinte, dass es im schlimmsten Fall abbrechen und sogar in den Rahmen springen könnte und riet mir dazu, nicht zu fahren (haha, guter Witz), bzw. beim Fahren die „extremen“ Gänge zu vermeiden. Das heißt konkret: Berge rauf nicht im kleinsten Gang. Oha, Jackpot. Ich hatte zwischendurch immer mal wieder Angst, dass etwas brechen könnte, aber die Radgötter waren mir wohlgesonnen und am Dienstag bringe ich Arcalis auch endlich zur Reparatur. Ich muss dann nur hoffen, dass sie das Schaltauge auch vorrätig haben – der andere Radladen hatte es nicht, sonst hätte ich es dort fix fixen lassen. Argh. Irgendwie habe ich es zur Zeit ja mit den Materialproblemen. Ich vermute auch, dass die Kette schon wieder erneuert werden muss, weil sie die letzten Ausfahrten einige Male abgesprungen ist und normalerweise macht sie das nicht. Hurra, wieder Geld ausgeben! (Then I told her: „Once you’ve bought the bike, cycling is a cheap sport.“)

Samstag dann bei Sauwetter wieder ab ins Gym zum Schwimmen, zu Aufwärmen auf dem Crosstrainer (10min locker, 10min höhere Stufe, 5x 1+1 Minute Intervalle), dann 10,5 km bei 5:58/km auf dem Laufband. F. hatte mir vor einigen Wochen gegen das Chafing (vom Neo, Radfahren oder Laufen wundgeriebene Stellen) Pferdesalbe empfohlen. Am Samstag habe ich den Tipp dann mal umgesetzt und war zunächst ein bisschen amüsiert, weil mein Hintern nach dem Eincremen nach Menthol roch und der Rest des Körpers nach Chlor von der vorangegangenen Schwimmsession. Leider hat sich die Pferdesalbe als nicht wirklich wirksam erwiesen. Ergebnis: wieder wunde Stellen, aber diesmal mit Menthol-Aroma. Toll. Danach dann noch eine lockere Spinningrunde, allerdings ohne Climbing mit dem aktuell höchsten Widerstand von 75, weil die Beine schon ein bisschen arg im Arsch waren. Dafür ist heute ja auch Pausentag – bis auf das Schwimmseminar, das jetzt dann demnächst anfängt, also spute ich mich mal und ergänze den Rest später…

Beim Schwimmseminar

Soo, fast forward knapp sieben Stunden später: Ich komme gerade vom Schwimmseminar mit der großartigen Christine Grammer und bin jetzt ein bisschen platt. Fünf Stunden sind einfach wirklich wahnsinnig viel Input – auch wenn die reine Wasserzeit etwas weniger als vier Stunden betragen hat. Dafür war da wirklich alles mit dabei: Materialbesprechung (ich brauche Zugseile!), Videoanalyse, Übungen für Arme, Beine, Kopf (Stichwort Koordination) und sehr viele individuell auf jeden von uns zugeschnittene Tipps. Dank kleiner Gruppe und kleinem Schwimmbad hat das tatsächlich wahnsinnig viel Spaß gemacht – auch wenn der Körper nach der Pause zwischendrin erstmal gar nicht wieder mit dem Wasser warm werden wollte.

Definitiv absolut empfehlenswert, um mal ganz genau gesagt zu bekommen, woran man konkret arbeiten sollte. Bei mir: ein bisschen mehr Beinschlag, früher mit dem Arm eintauchen und in der Druckphase bewusster drücken, dafür über Wasser weniger hektisch agieren. Beim 50-Meter-Test am Ende war ich dann auch sechs Sekunden schneller als am Anfang – und das, obwohl da nicht mehr viel Energie in den Armen übrig war. Eine ganz besonders gute Übung, die ich noch nicht kannte: Sich 20x am Beckenrand hochstemmen und dann direkt 50 Meter danach kraulen. So überträgt man diese Druckphase vom Stemmen tatsächlich viel besser auf das nachfolgende Kraulen. Außerdem muss ich an meiner aufgrund der Verletzungen der vergangenen 12 Monate verkümmerten Sprunggelenksmobilität arbeiten – oh ja, das mache ich sehr gerne! Dazu gab es noch eine schicke Broschüre mit Technikübungen und damit ist hoffentlich der Grundstein für bessere Schwimmzeiten gelegt. In diesem Sinne bis nächsten Sonntag und auf eine hoffentlich wetterlich wieder schönere Woche!

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